Irrtum im Jenseits - Jetzt auf DVD

Irrtum im Jenseits - Jetzt auf DVD

Eine Filmkritik von Stefan Otto

Der Himmel kann warten

Peter Carter, ein Bomberpilot der Royal Air Force, gerät im Mai 1945 bei einem Flug über den Atlantik unter schweren Beschuss. Er kann seine Maschine nicht mehr in der Luft halten. Den Absturz und Tod vor Augen tritt Carter über Funk mit der Amerikanerin June in Kontakt und verliebt sich buchstäblich unsterblich in sie und ihre Stimme. Überraschend landet Carter nicht im Jenseits, sondern er findet sich an einem Strand wieder, an dem er June begegnet. Sein Fehlen wird im Himmel bemerkt und man entsendet den Boten 71, der ihn überzeugen soll, mitzukommen. Doch Carter weigert sich zu sterben. Als er June von seiner möglicherweise halluzinierten Begegnung mit dem himmlischen Boten 71 erzählt, holt diese einen Neurologen zu Hilfe, der eine Hirnverletzung diagnostiziert. Während er auf eine Notoperation vorbereitet wird, muss Carter vor dem himmlischen Gericht sein Recht auf Leben verteidigen.
Im Himmel darbt man in Schwarz-Weiß, das Diesseits lebt in Technicolor — das ist nur eine von vielen Überraschungen in dem märchen- und meisterhaften Klassiker Irrtum im Jenseits (A Matter of Life and Death, GB 1946). Das Autoren- und Regie-Duo Michael Powell und Emeric Pressburger (Die roten Schuhe) verquickt Romanze und Satire, Kriegsfilm und Komödie, Capras Ist das Leben nicht schön? und Lubitschs Ein himmlischer Sünder. Irrtum im Jenseits hält bewunderswert die Balance zwischen Realität und Phantasmagorie. David Niven als Carter und Kim Hunter als June brillieren in dem Film. Kamera (Jack Cardiff), Musik (Schönberg-Schüler Allan Gray), die Kostüme (Hein Heckroth) und Kulissen (Alfred Junge) schwelgen in raffinierter Eleganz. Junges ellenlanger Rolltreppe in den Himmel verdankt der Film auch seinen US-Titel Stairway to Heaven.

Ein wenig enttäuschen auf der DVD leider die Extras zum Film. Sie bestehen lediglich aus Texttafeln, zwei Plakaten und ganzen vier Fotos.

Irrtum im Jenseits - Jetzt auf DVD

Peter Carter, ein Bomberpilot der Royal Air Force, gerät im Mai 1945 bei einem Flug über den Atlantik unter schweren Beschuss. Er kann seine Maschine nicht mehr in der Luft halten.
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