In den Schuhen meiner Schwester

In den Schuhen meiner Schwester

Eine Filmkritik von Gesine Grassel

Shoes are a girl's best friend

Schuhe sind das Selbstbewusstsein einer Frau. Nicht erst seit Carrie Bradshaw aus Sex and the City symbolisieren Highheels, Sneakers oder Stilettos Modebewusstsein und Stimmungen des schönen Geschlechts.
Über Schuhe definiert sich auch die Beziehung der Schwestern Maggie (Cameron Diaz) und Rose (Toni Collette). Die attraktive Maggie ist ein Partygirl, meist ohne Job und mit einem berauschenden Liebesleben gesegnet. Ihre Schwester Rose dagegen hat der Liebe abgeschworen und macht als Princeton-Absolventin Karriere als Anwältin. Die Schwestern sind beste Freundinnen, haben aber nichts gemeinsam — außer der Schuhgröße. Als Maggie wieder einmal ohne Job und Wohnung dasteht, nimmt Rose sie vorübergehend in ihrem Appartement auf. Diese steckt in einer emotionalen Krise, kämpft ständig mit ihrem Gewicht und gegen ihr geringes Selbstwertgefühl. Ihre einzige Leidenschaft sind Schuhe, denn die passen immer. Ihre Schränke beherbergen hunderte Paar Schätze, an denen sich Maggie nur zu gern vergreift. Nach einem katastrophalen Streit können aber auch die Treter den Bruch zwischen den Schwestern nicht mehr kitten. Rose schmeißt Maggie aus der Wohnung und für beide beginnt eine Reise. Während Maggie wirkliche Kilometer zurücklegt und sich bei ihrer neu entdeckten Großmutter Ella (Shirley Maclaine) in Florida einquartiert, begreift auch Rose, dass sie in ihrem Leben etwas ändern muss. Die Schwestern erkennen, was sie einander bedeuten, doch keine wagt den ersten Schritt. Großmutter Ella hat die Situation jedoch erkannt und schmiedet einen Plan.

Ausgelassen komisch und ehrlich gefühlvoll inszeniert Regisseur Curtis Hanson die zwischenmenschliche Beziehung der Schwestern und deren Umfeld. Auf Grundlage von Jennifer Weiners überaus erfolgreichen Romanvorlage In Her Shoes versucht er herauszufinden, was Menschen mit ihrem Leben anfangen und wie sie beginnen sich nach menschlicher Bindung und Liebe zu sehnen.

In den Schuhen meiner Schwester ist ein amüsanter Film, der auch abseits von Situationskomik Spaß macht. Cameron Diaz, Toni Collette und Shirley MacLaine sind ein unglaublich spannungsgeladenes und geniales Trio, das dem Film einen ganz eigenen Schwung verleiht. Auch wenn Cameron Diaz’ Beine jeder Frau die Neidgelüste nur so ins Gesicht treiben. Die Geschichte handelt von Menschen, Emotionen und Charakteren, mit denen jeder Zuschauer etwas anfangen kann. Dies verleiht dem Film eine Note, die sich echt anfühlt. Ein Film, der viel Gesprächsstoff im eigenen Freundes- und Familienkreis geben könnte. Und sei es nur über die Unfähigkeit, das eigene kleine Schuhregal aufzupeppen.

In den Schuhen meiner Schwester

Schuhe sind das Selbstbewusstsein einer Frau. Nicht erst seit Carrie Bradshaw aus Sex and the City symbolisieren Highheels, Sneakers oder Stilettos Modebewusstsein und Stimmungen des schönen Geschlechts.
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Meinungen
· 12.11.2005

Endlich mal wieder ein richtig guter Film. Wunderschön, traurig, lustig, rührend auch etwas kitschig - aber auf angenehme Art. Auch die Schauspieler haben uns überzeugt. 5 Sterne!!

Kommentare

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