In 3 Tagen bist du tot

In 3 Tagen bist du tot

Eine Filmkritik von Joachim Kurz

Im Salzkammergut, da kammer gut … sterben

Es beginnt alles ganz harmlos: Endlich ist die Matura (zu Deutsch: das Abitur) bestanden, nach Wochen und Monaten endloser Büffelei ein Grund das Leben ausgiebig zu genießen. Die fünf glücklichen Maturanten Nina (Sabrina Reiter), Martin (Laurence Rupp), Mona (Julia Rosa Stöckl), Alex (Nadja Vogel) und Clemens (Michael Steinocher) sind schon seit Ewigkeiten miteinander befreundet; nun, nach dem Ende der Schule, steht ihnen die Welt offen. Die fünf Freunde aus einem Dorf irgendwo im idyllischen Salzkammergut beschließen, erst einmal kräftig zu feiern. Dann aber überfahren die übermütigen Jugendlichen aus Versehen ein Rehkitz, ein Vorfall, bei dem sie sich zunächst nichts denken. Dann aber erhalten alle fünf eine makabere SMS, die ankündigt: "In 3 Tagen bist du tot". Klar, dass die Clique diese Drohung anfangs nicht ernst nimmt. Erst als Martin spurlos von einer Party verschwindet und seine Leiche am nächsten Tag aus dem See gefischt wird, macht sich Angst und Entsetzen breit. Zumal der nächste Mord nicht lange auf sich warten lässt…
Zugegeben, die Ausgangssituation einer mysteriösen Bedrohung, die den Reiz von In 3 Tagen bist du tot ausmacht, erinnert schon sehr an amerikanische Vorbilder wie Scream oder Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast. Trotzdem ist der österreichische Slasher mehr als ein tumbes Nachplappern amerikanischer Genre-Konventionen. Die Verortung in der österreichischen Wirklichkeit und in der Lebenswelt der junge Maturanten bringt den Horror der Geschichte beunruhigend nahe und löst damit – zumindest für österreichische Zuschauer – ein Unbehagen aus, das bei aller Beklemmung sich bei US-amerikanischen Filmen manchmal nicht so recht einstellen mag. Dies liegt vor allem daran, dass die fünf jungen Schauspieler durch die Bank weg erfrischend "authentisch" wirken, und insbesondere Sabine Reiter als einzige nicht-professionelle Akteurin – sie arbeitet als Zahnarzthelferin – zu überzeugen weiß, und manches genrebedingte Loch in der Story überdecken. So ist In 3 Tagen bist du tot nicht nur der erste österreichische Schocker, sondern zugleich in manchen Szenen auch ein in Teilen durchaus gelungenes Porträt von Heranwachsenden irgendwo in der Provinz.

Mit Sicherheit ist der Film nicht das beste Werk des Genres Horrorschocker, doch er zeigt, dass auch in Europa sehenswerte Genrefilme mit frischer Note möglich sind, wenn man sich nur herantraut. Wobei der wahre Horror der kleinen Alpenrepublik derzeit eher im Kasperltheater der Politik oder in der Unerschütterlichkeit der österreichischen Volksmusik zu finden ist. Karl Moik als durchgeknallter Widergänger und Messer wetzender Psychokiller, die Vorstellung hätte was.

In 3 Tagen bist du tot

Es beginnt alles ganz harmlos: Endlich ist die Matura (zu Deutsch: das Abitur) bestanden, nach Wochen und Monaten endloser Büffelei ein Grund das Leben ausgiebig zu genießen.
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Meinungen
Silvia · 12.02.2007

Hoppala, hat sich da ein Fehlerteufelchen eingeschlichen, soll natürlich wiedereinmal heißen

Silvia · 12.02.2007

Also endlich weidermal ein Österreichischer Film den man sich öfter als einmal ansehen kann

eveline · 09.02.2007

toller film. sehr spannend und endlich mal ein film im Dialekt! super u. weiter so

Basti · 08.02.2007

coole sache!
das ure gemetzel!

Manuel · 08.02.2007

oida, der war echt saugeil!
österreichischer film auf hollywood-niveau, saugeil!

Kommentare

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