Hush

Hush

Eine Filmkritik von Renatus Töpke

Mit deutlichen Anleihen bei Duell, Spurlos und Joyride liefert Regisseur Mark Tonderai ein spannendes Spielfilmdebüt ab. Und beweist dabei auch noch gleich, dass man auch als Durchschnittstyp seine Freundin nicht so einfach irgendwelchen Psychopaten überlassen muss.
Zakes (William Ash) ist des Nächtens auf der Autobahn unterwegs, um in Raststätten Poster auszuwechseln. Begleitet wird er dabei von seiner Freundin Beth (Christine Bottomley). Die ist zwar ohnehin schon von Zakes erfolgloser Schriftstellerkarriere und seiner fehlenden Durchsetzungsvermögen genervt, doch das Fass bringt etwas anderes zum Überlaufen: Als Zakes zufällig im LKW vor sich eine angekettete Frau sieht, traut er sich erst auf das Drängen von Beth, der Sache nachzugehen. Die die Polizei scheint nicht wirklich hilfreich zu sein. Zakes tölpelhafte Art geht sogar so weit, dass Beth auf dem nächsten Rasthof Schluss macht. Kurz darauf ist die junge Frau verschwunden. Als Zakes den LKW auf dem Rastplatz entdeckt, ist sein Kampfgeist geweckt…

Nur zu gut sind die Reaktionen und Handlungen des jungen Zakes nachzuvollziehen. Bloß keinen unnötigen Ärger riskieren, sich nicht einmischen, lieber alles der Polizei überlassen… Zakes benimmt sich eben wie der Durchschnittstyp, der nicht so recht weiß, ob dass hier alles wirklich nötig ist. Das er sich gerade mit dieser Einstellung immer tiefer in die Scheiße reitet, wird irgendwann zum Selbstläufer. Als Zuschauer windet man sich und denkt nur, dass das doch jetzt nicht wirklich sein kann. So viel Pech… Aber genau so passiert es. Und das meist glaubhaft.

Der Look von Hush ist hektisch und ruhelos, was mit fortlaufender Dauer anstrengend wird. Dennoch ist die Kameraarbeit absolute Oberliga. Die ständigen Haken, die die Story schlägt und die überzeugenden Darsteller heben Hush weit über andere derzeitige DVD-Releases. Das üppige Bonusmaterial ebenso.

Hush

Mit deutlichen Anleihen bei „Duell“, „Spurlos“ und „Joyride“ liefert Regisseur Mark Tonderai ein spannendes Spielfilmdebüt ab. Und beweist dabei auch noch gleich, dass man auch als Durchschnittstyp seine Freundin nicht so einfach irgendwelchen Psychopaten überlassen muss.
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