House

House

Eine Filmkritik von Renatus Töpke

Hat man für einen Film wenig Geld zur Verfügung, legen die meisten Filmemacher ihre Geschichte an einem einzelnen Ort an. Und das möglichst drinnen. Wie die Macher von The House. Das Cover macht auch schon mal einen guten Eindruck – bis man die Hülle umdreht und einen lausig zusammengeschusterten Backcovertext vorfindet. Aber es kommt ja auf den Inhalt an und der geht wie folgt:
Ein junges, unsympathisches Paar (Reynaldo Rosales und Heidi Dippold) hat im Wald einen Autounfall und schlägt sich trotz Wolkenbruch und unheimlicher Atmosphäre zu einem einsamen Hotel durch. Hier trifft man zunächst auf ein weiteres Pärchen, das ebenfalls einen Unfall hatte. Keiner weiß, wo man eigentlich ist, bis unvermittelt die alte Hotelbesitzerin samt ihrer zwei seltsamen Söhne auftaucht. Als die vier Gestrandeten es auch noch mit bizarren Visionen zu tun bekommen, wird es richtig unheimlich. Denn die Hotelbesitzerin offenbart den Vieren, dass einer von ihnen sterben muss. Wenn nicht, werden alle dran glauben müssen. Der maskierte Killer, der ums Haus schleicht, macht die Situation nicht besser…

The House versucht sich an einem Mix aus Backwood-Slasher, Serienkiller- und Spukhausfilm. Leider wirkt alles zusammengestückelt und fade. Nicht nur sind die Charaktere äußerst nervig (zu Beginn ganz besonders) und unsympathisch, auch sind die Szenen, in denen Action stattfindet, sehr holprig und undynamisch. The House bietet nichts Neues und das nicht besonders gut gemacht, altes wird uninteressant kopiert und das Ende ist buchstäblich lausig. Daran ändert auch Tarantino-Buddy Michael Madsen (Reservoir Dogs, Kill Bill) nichts, der in einem Miniauftritt als Polizist seinen massigen Leib durch das Szenario hievt. Überhaupt ist es traurig mitanzusehen, wie ein eigentlich gar nicht so übler Schauspieler seinen Ruf mit Jobs für Filme wie Species II, Croc oder Partyalarm gefährdet. Scheinbar zahlt Freund Quentin nur Tarifgagen… Andererseits steht Madsen zu seinen Fehlgriffen und sagt selbst, dass die wenigsten seiner Filme erwähnenswert seien. Ein Anfang wäre ja, sich einen neuen Agenten zu suchen.

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Hat man für einen Film wenig Geld zur Verfügung, legen die meisten Filmemacher ihre Geschichte an einem einzelnen Ort an. Und das möglichst drinnen. Wie die Macher von „The House“.
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