Höllentour

Höllentour

Das härteste Rennen der Welt

Das härteste Fahrradrennen der Welt, die Tour de France, wurde im Jahr 2003 100 Jahre alt und genießt nach wie vor – auch dank deutscher Stars – ein stetig wachsendes Medieninteresse. Jahr für Jahr fesselt das spektakuläre Großereignis Millionen Zuschauer, die weltweit die Bilder von Massenankünften, quälenden Berganstiegen und kräftezehrenden Zeitfahren verfolgen.

Oscar-Preisträger Pepe Danquart (Schwarzfahrer) hat die Jubiläumstour mit drei Kamerateams begleitet und einen Blick hinter Kulissen dieser Höllentour geworfen, eine Hommage an die Helden der Landstraße abseits der millionenfach verbreiteten Bilder. Höllentour ist weit davon entfernt, ein offizieller Tour-de-France-Film zu sein, obwohl auch Danquart sich der Faszination und dem Mythos nicht entziehen kann. Doch das große sportliche Duell zwischen Lance Armstrong und Jan Ullrich, das die letzte Tour beherrschte, findet bestenfalls am Rande statt, die Helden sind andere. Zum Beispiel Erik Zabel und Rolf Aldag, die seit langen Jahren miteinander befreundet sind und beide für das Team Telekom fahren. Ihre Schmerzen, ihre Qualen, die Augenblicke des Zauderns, der Schwäche und sogar der Angst, die Momente nach der Tour, abseits der medialen Aufmerksamkeit, das ist es, was Danquart interessiert.

Unkommentiert und begleitet vom wundervollen Score des deutschen Vorzeigetrompeters zeigt der Film vor allem die menschliche Seite der Tour. Annähernd zwei Jahre dauerte es, bis Pepe Danquart sich das Vertrauen des Magenta-Teams erarbeitet hatte, das schließlich sogar soweit ging, dass der Filmemacher im Tourbus mitfahren durfte. Einzig in der Badewanne baten sich die Rennfahrer ihre Intimsphäre aus. Doch es gab noch weitere Hürden zu überwinden, denn auch die A.S.O., die Besitzerin der Tour de France, musste überzeugt werden. Denn: "Eine Akkreditierung ist etwa so kostbar wie ein Sitzplatz in den ersten drei Reihen bei der Oscar-Verleihung", bekennt Pepe Danquart. Doch schließlich war auch der Chef der Tour Jean-Marie Leblanc überzeugt vom Konzept des Films, das den Dreharbeiten nichts mehr im Wege stand. Auf diese Weise gelang ein Porträt des härtesten Radrennens der Welt, das einen wohltuenden Gegenpart zu den grellen und glatten Bildern der offiziellen Tourberichterstattung und der Schwarzweißmalerei eines kritischen und skandalsüchtigen Enthüllungsjournalismus bildet.

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Das härteste Fahrradrennen der Welt, die Tour de France, wurde im Jahr 2003 100 Jahre alt und genießt nach wie vor – auch dank deutscher Stars – ein stetig wachsendes Medieninteresse.

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