Hatchet II

Hatchet II

Eine Filmkritik von Renatus Töpke

Regisseur Adam Green versteht sein Handwerk: Legte er mit Hatchet vor ein paar Jahren einen herrlich nostalgisch anmutenden Slasher im Old-School-Gewand hin, folgte zwei Jahre darauf Frozen. Ein spannender Thriller, der zum Großteil auf einem Skilift-Sitz spielte. Ganz großes Kino mit überschaubarem Aufwand. Doch wie das so ist, der Überraschungserfolg von Hatchet schrie förmlich nach einer Fortsetzung. Und so machte sich das Team um Regisseur Green daran, mit Hatchet II die mörderische Geschichte um Pseudoikone Victor Crowley weiter zu erzählen. Here we go…
Die junge Marybeth überlebte als Einzige das Gemetzel in den undurchdringlichen Sümpfen Louisianas. Mit Ach und Krach schlägt sie sich zu Reverend Zombie durch. Hier erfährt sie, dass sie mit dem untoten Killer Victor Crowley verwandt ist! Mit Hilfe des Reverends, der jedoch nicht nur Gutes im Schilde führt, wird ein Trupp bewaffneter Hinterwäldler zusammen getrommelt. Marybeth kehrt in die Sümpfe zurück, um dem Spuk ein Ende zu bereiten. Der Tanz kann beginnen.

In Interviews war zu lesen, dass Regisseur Green Hatchet II mit der großartigen Alien-Fortsetzung Aliens – Die Rückkehr verglichen wissen will. Der grundsympathische Filmfan hätte sich mal mehr daran halten sollen, diesem Anspruch auch gerecht zu werden. Denn bei aller Liebe: Hatchet II ist eine richtige Gurke geworden. Und das liegt nicht nur daran, dass die vorliegende 18er Fassung um viele schöne Metzelszenen gekürzt wurde. Man hat immer wieder das Gefühl, dass Szenen aus Outtakes des ersten Teils bestehen, dass nicht geschnitten wurde, wo dies nötig gewesen wäre, um Tempo zu erzeugen. Die sowieso schon kurzen 79 Minuten Screentime sind zäh und öde. Manche Szenen laufen gefühlte Minuten, ohne dass etwas wirklich erzählt wird oder passiert. Der Film ist so amateurhaft gefilmt, geschnitten und gespielt, dass man sich ärgern könnte, hierfür Geld und Zeit geopfert zu haben. Wo Teil 1 noch leidenschaftlich und motiviert war, wirkt nun Leerlauf und stumpfes Runterkurbeln. Das passt alles nicht zu dem gutgelaunten Geplaudere im hübschen Making Of (das unterhaltsamer als der Hauptfilm ist).

Trotz großer Genrenamen wie Tony Todd, Adam Green, Tom Holland, Kane Hodder oder R.A. Mihailoff tritt Hatchet II auf der Stelle. Da wäre so viel mehr drin gewesen. Nach allem, was der Rezensent über den Film gelesen hat, wäre ein „gut“ doch nicht zu viel verlangt gewesen…

Hatchet II

Regisseur Adam Green versteht sein Handwerk: Legte er mit „Hatchet“ vor ein paar Jahren einen herrlich nostalgisch anmutenden Slasher im Old-School-Gewand hin, folgte zwei Jahre darauf „Frozen“. Ein spannender Thriller, der zum Großteil auf einem Skilift-Sitz spielte. Ganz großes Kino mit überschaubarem Aufwand.
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