Händler der vier Jahreszeiten

Händler der vier Jahreszeiten

Eine Filmkritik von Renatus Töpke

Die Leiden des Hans Epp

Rainer Werner Fassbinder: Seine Filme polarisieren bis heute. Und dass der Rezensent kein Fan von all seinen Filmen ist, muss er nicht wiederholen.
Es sind die Frauen, die Hans (Hans Hirschmüller) ins Verderben treiben. Er flieht vor der Mutter in den Krieg, diese enttäuscht ihn nun, als er zurückkehrt. Dann heiratet er Irmgard (Irm Hermann), die er nicht liebt, weil die Frau, die ihn liebt, ihn nicht heiraten will. Und wegen der Nutte Marile (Elga Sorbas) wird er schließlich vom Polizeidienst suspendiert. Kein Wunder, dass Hans enttäuscht ist. Als die Ehefrau schließlich mit der Scheidung um die Ecke kommt, „flüchtet“ sich Hans in einen Herzinfarkt. Und was geschieht? Irmgard pflegt ihn aufopferungsvoll gesund. In dieser Zeit lässt sich Irmgard auf eine Affäre mit Anzell (Karl Scheydt) ein und Hans möchte als Obsthändler einen Neuanfang wagen. Als Anzell sich nach Hans’ Genesung als Gehilfe anbietet, hat Irmgard ein Problem – und das heißt Anzell.

Einer der „guten“ Fassbinder ist Händler der vier Jahreszeiten. Der 1972 gedrehte Film ist noch immer erstaunlich aktuell und hat mit Irm Hermann, Hans Hirschmüller, dem großen Klaus Löwitsch und Hanna Schygulla eine großartige Darstellerriege versammelt. Der in nur elf Tagen abgedrehte Film bietet als Extras ein Interview mit Hauptdarsteller Hans Hirschmüller, eine Fassbinder-Biographie und einen Trailer. Mit der wertigeren EMS-Veröffentlichung kann vorliegender Re-Release jedoch leider nicht konkurrieren.

Händler der vier Jahreszeiten

Rainer Werner Fassbinder: Seine Filme polarisieren bis heute.
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