Freezer

Freezer

Eine Filmkritik von Peter Osteried

Quatsch ist ein Gericht, das am besten kalt serviert wird?

Ein Mann erwacht in einem Kühlraum. Zwei Russen kommen herein. Sie wollen das Geld, das Robert (Dylan McDermott) gestohlen haben soll: acht Millionen Dollar. Robert hat keine Ahnung, wovon die Russen reden. Aber die Zeit in dem Kühlraum wird lang, die Kälte immer qualvoller und die Situation immer aussichtsloser. Daran ändert sich auch nichts, als Robert noch einen weiteren Mann in dem Kühlraum findet. Er weiß nicht, wem er vertrauen kann.
Angeblich soll das Set tatsächlich abgekühlt worden sein. Die Schauspieler sollen gefroren haben. Würde man das sehen, würde der Film wenigstens in der Hinsicht authentisch wirken. Aber man sieht es nicht, so dass sich nie ein Gefühl für die Kälte einstellt. Damit einher geht, dass man nicht in die hanebüchene Geschichte hineinkommt. Zwar ist der Anfang ganz gut, auch wenn er an Saw erinnert, ohne jemals dessen Intensität zu erreichen, aber je länger der Film läuft, desto abstruser wird er.

Das Potenzial der Geschichte ist vorhanden, bei einem derart limitierten Handlungsort bedarf es aber eines deutlich besseren Skripts. Stattdessen herrscht in diesem Kühlraum ein Kommen und Gehen, als befände man sich zur Hauptverkehrszeit in einem U-Bahnhof. Natürlich kommt jede Figur mit ihren eigenen Überraschungen daher, nichts ist, wie es scheint, aber so vorhersehbar, wie man sich das nur vorstellen kann. Jeder Twist ist so bizarr, dass er einfach kommen muss. Es kommt der Punkt, da rettet sich der Film in den Wahnsinn. Sinn und Logik werden aufgegeben, mit jeder noch so dümmlichen Wendung hofft er entgegen aller Hoffnung, doch noch den Zuschauer zu begeistern.

Aber dafür ist es längst zu spät. Die unglaubwürdigen Figuren vom Reißbrett besitzen keinerlei Authentizität, die Darstellungen sind unter dem Durchschnitt, lediglich Dylan McDermott bringt ein bisschen Flair mit sich, aber man fragt sich natürlich, warum er sich für diesen Film überhaupt entschieden hat.

Freezer ist ein uninspiriertes, irre Handlungssprünge vollziehendes Machwerk, das immer dann, wenn man denkt, dass es dümmer nicht mehr kommen könnte, noch einen draufsetzt. Ein Film, den man am besten einfrieren und nie wieder auftauen sollte.

Freezer

Ein Mann erwacht in einem Kühlraum. Zwei Russen kommen herein. Sie wollen das Geld, das Robert (Dylan McDermott) gestohlen haben soll: acht Millionen Dollar. Robert hat keine Ahnung, wovon die Russen reden. Aber die Zeit in dem Kühlraum wird lang, die Kälte immer qualvoller und die Situation immer aussichtsloser.
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