Flug 7500 (Blu-ray)

Flug 7500 (Blu-ray)

Eine Filmkritik von Falk Straub

Über den Wolken

Die Grundlage vieler guter Horrorfilme ist ein locus terribilis, ein Ort des Schreckens, dem die Opfer nicht entrinnen können. Demzufolge lässt sich Flug 7500 gut an, spielt sich das Geschehen doch an Bord einer Passagiermaschine ab.
Flug 7500 ist komprimiertes Genrekino. Den Horror einer missglückten Pazifik-Überquerung von Los Angeles nach Tokio packt Regisseur Takashi Shimizu (Der Fluch - The Grudge) in knappe 80 Minuten. Dementsprechend straff ist das Drehbuch. Noch vor dem Start der Boeing 747 hat der Film innerhalb der ersten zwölf Minuten alle Charaktere etabliert. Vom Personal bis zu den Passagieren bestimmen Pärchen und deren Beziehungsstatus die Handlung – und ein Mann (Rick Kelly) mit einem mysteriösen Koffer. Der Zuschauer ahnt es bereits: Der Teufel steckt im Gepäck.

Leider verlässt mit dem Abheben der Maschine auch das Niveau festen Grund. 30 000 Fuß über dem Meer geht so mancher Szene viel zu früh die Luft aus. Der Horror stellt sich kaum ein. Die soliden Schauspieler (u.a. Amy Smart, Ryan Kwanten), die eher der dritten und vierten Reihe angehören, geben ihr Bestes, helfen dem ins Trudeln geratenen Plot aber auch nicht mehr zurück auf Kurs.

Insgesamt wirkt Flug 7500 wie ein Schnellschuss – mit wenig Geld für Effekte und zu wenig Zeit für Details inszeniert. Eine Wendung am Ende versucht zwar das Steuer noch einmal herumzureißen, bietet erfahrenen Zuschauern jedoch nichts Neues und zeichnet sich zudem früh ab.

Mit Flug 7500 erleidet Takashi Shimizu zwar keine Bruchlandung, kommt dieser aber deutlich näher als einem Höhenflug.

Flug 7500 (Blu-ray)

Die Grundlage vieler guter Horrorfilme ist ein locus terribilis, ein Ort des Schreckens, dem die Opfer nicht entrinnen können. Demzufolge lässt sich "Flug 7500" gut an, spielt sich das Geschehen doch an Bord einer Passagiermaschine ab.
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