Flash Gordon

Flash Gordon

Eine Filmkritik von Marie Anderson

Dienstag, 18. Juni 2013, WDR, 23:25 Uhr

Auf der Erde breitet sich eine apokalyptisch anmutende Atmosphäre aus, doch hinter dem Aufruhr der Naturgewalten steckt der diabolische Weltraumherrscher Ming (Max von Sydow), der auf dem Planeten Mongo residiert und dieses Mal die Erdlinge zum Ziel seiner zerstörerischen Vergnügungen auserwählt hat. Doch der Wissenschaftler Dr. Zarkov (Topol) ist gleich von einem Angriff Außerirdischer auf die Erde überzeugt und plant mit seiner eigens dafür konstruierten Rakete einen Flug ins All, um die Ursachen für die bedrohlichen Attacken aufzuklären. Als er kurz vor dem Start dem Footballspieler Flash Gordon (Sam J. Jones) und der hübschen Journalistin Dale (Melody Anderson) begegnet, die mit ihrem Flieger in Not gerieten und unvorhergesehen landen mussten, entschließt sich Zarkov, die beiden mit auf seine Mission zu nehmen und bringt sie durch eine List an Bord der Rakete, die bald darauf tatsächlich auf Mongo eintrifft. Gleich bei ihrer Ankunft werden die Drei gefangen genommen, wobei Ming für jeden von ihnen seine besonderen Pläne hat: Dr. Zarkov soll durch Gehirnwäsche gefügig gemacht werden, für Flash Gorden wird kurzum die Exekution anberaumt und Dale wird auserkoren, um mit dem Herrscher verheiratet zu werden. Doch die verschlagene Prinzessin Aura (Ornella Muti), Mings Tochter, bewahrt den blonden Erdling vor dem Tode, und nun entspinnt sich ein zäher Kampf Flash Gordons gegen den Imperator und um die Rettung seines Heimatplaneten …
Die Inszenierung der Geschichte von Flash Gordon aus dem Jahre 1980 von Regisseur Mike Hodges basiert auf den gleichnamigen Comics des US-amerikanischen Zeichners Alex Raymond, die ab 1934 veröffentlicht wurden und ab 1936 als Science-Fiction-Serie starteten. Mit einem illustren Ensemble in prächtigen, skurrilen Kostümen, einem Feuerwerk an phantastisch-futuristischen Einfällen und nicht zuletzt mit dem immens erfolgreichen Soundtrack der britischen Rockband Queen wurde hierbei der populäre Stoff auf schrille Weise derbe persifliert, so dass ein herrlicher Klamauk mit kruden Gags und grellbunten Impressionen aberwitziger Heldenabenteuer entstand. Da Flash Gordon unverkennbar den glanzvollen Stil der frühen 1980er Jahre gleichermaßen repräsentiert wie überzeichnet, wirkt die kultige Satire retrospektiv betrachtet noch eindrucksvoller als pfiffige Verzerrung damaliger Moden und Werte, die in mehr oder weniger deutlichen Anspielungen kräftig aufs Korn genommen werden, und bietet damit sowohl vergnügliche als auch nostalgische Unterhaltung, inklusive der Erinnerung an den charismatischen Freddie Mercury, dessen leidenschaftliches Intonieren des Titelthemas Flash unvergesslich bleibt.

Flash Gordon

Auf der Erde breitet sich eine apokalyptisch anmutende Atmosphäre aus, doch hinter dem Aufruhr der Naturgewalten steckt der diabolische Weltraumherrscher Ming (Max von Sydow), der auf dem Planeten Mongo residiert und dieses Mal die Erdlinge zum Ziel seiner zerstörerischen Vergnügungen auserwählt hat.
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