Final Days - Die letzten Tage der Menscheit

Final Days - Die letzten Tage der Menscheit

Eine Filmkritik von Peter Osteried

Alles wie gehabt

Es ist die ewig alte Geschichte: Außerirdische, Körperfresser, Menschen, die’s bemerken, Angst und Paranoia. Nur im Rahmen eines knapp dreistündigen Fernsehfilms, der bei namhafter Besetzung schon ein paar Stufen runterschalten muss. Daryl Hannah und Gil Bellows führen das einschläfernde Ensemble an.
Nach einer gescheiterten Mondmission sind außerirdische Insekten auf der Erde gelandet – im Körper eines Astronauten. Im Geheimen haben die Aliens Nester angelegt, in denen sie brüten, wobei Menschen als Brutkästen für die Monsterlarven fungieren. Der Archäologe Lloyd Walker kommt der außerirdischen Verschwörung auf die Schliche, doch die Erdenkönigin der Monstren geht gegen sie vor, hat ihre Brut doch bereits den Machtapparat unterwandert.

Solche Geschichten, die alle nur Derivate von Robert Heinleins The Puppet Masters und Jack Finneys Die Körperfresser kommen sind, kann man spannend umsetzen. Man muss es aber auch wollen. Bei Final Days – Die letzten Tage der Menschheit hat man eher den Eindruck, dass alle Beteiligten nur daran interessiert waren, schnellstmöglich den Gagenscheck einlösen zu können. Das fängt schon mit den Autoren an, die ein hanebüchenes Skript abgeliefert haben, das noch nicht mal der eigenen Logik folgt. Da wird etabliert, dass die Außerirdischen in menschlicher Verkleidung nicht blinzeln, aber natürlich merkt der Held nicht, dass er es mit der Königin der fiesen Aliens zu tun hat. Dass sie nicht blinzelt, muss man ja nicht bemerken? Klar, wäre plausibel, wenn der Protagonist nicht anderweitig so toll drauf wäre, dass er die Nichtblinzler schon nach ein oder zwei Sekunden erkennt.

Dümmliche Ideen wie diese gibt es zuhauf (Stichwort: Handgranate), so dass die drei Stunden zur reinsten Tortur werden. Wäre der Film in den 1950er Jahren entstanden, hätte man zumindest etwas nostalgisches Flair und könnte sich anlässlich der dümmlichen Geschichte amüsieren, bei modernen Produktionen darf man aber durchaus etwas mehr erwarten. Das Finale ist mit seiner Mimic-Stimmung nett, aber auch nicht mehr als ein klassischer Fall von zu wenig zu spät.

Final Days - Die letzten Tage der Menscheit

Es ist die ewig alte Geschichte: Außerirdische, Körperfresser, Menschen, die’s bemerken, Angst und Paranoia. Nur im Rahmen eines knapp dreistündigen Fernsehfilms, der bei namhafter Besetzung schon ein paar Stufen runterschalten muss. Daryl Hannah und Gil Bellows führen das einschläfernde Ensemble an.
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