Extinction - The G.M.O. Chronicles

Extinction - The G.M.O. Chronicles

Eine Filmkritik von Renatus Töpke

Angekündigt als der erste Zombiefilm aus Deutschland (wobei der unsägliche Die Nacht der lebenden Loser zu Recht vergessen wurde), liegt nun endlich der Independent Zombiereißer Extinction — The G.M.O. Chronicles vor. Und was soll man sagen; er ist sogar noch wesentlich besser als erwartet! Independent oder auch Low Budget impliziert ja auch immer kein Geld für Darsteller, Drehbuch, Ausstattung oder Make up. Doch hier überzeugt Extinction erfreulicherweise in den meisten Punkten.
Ein Virus verwandelt die Menschen in Deutschland zu zombieähnlichen Psychos, die Nichtinfizierte anfallen und zu ihresgleichen machen. Der ehemalige Soldat Tom (etwas zu tough: Daniel Buder) verschanzt sich auf einem verlassenen Bundeswehrstützpunkt, richtet sich ein und startet von hier regelmäßige Beutetouren in die umliegenden verlassenen Ortschaften. Bei einem dieser Einkaufstrips trifft er auf eine kleine Gruppe Überlebender und nimmt diese mit zu sich. Doch es kommt wie es kommen muss (und Regel des Genres ist): Bald tun sich Konflikte und Eifersüchteleien auf und der Haussegen neigt sich um 90 Grad. Auch entdeckt man, dass die Zombies mutieren und sich weiter entwickeln. Die Drei-Meter-Zäune ums Gelände bieten bald keinen Schutz mehr…

Parkour scheint in der Evolution der Wiedergänger ganz oben zu stehen und die Jungs von Parkour One, die auch beim Film Parkour mit Rat und Tat zur Seite standen, machen ihre Sache ganz ausgezeichnet. Nur passt das nie so richtig zu einem… nun ja: Zombiefilm. Hier wäre weniger Akrobatik mehr gewesen. Das störte schon beim Day of the Dead-Remake. Hinzu kommt teils äußerst günstiges Monster Make up, eine nervige Nachsynchronisation (ganz ehrlich: Ohne diese würde Extinction ein echter Hit sein) und der viel zu schnell hinter sich gebrachte, groß eingeführte Boss Fight mit einem Riesenzampano! Nun ja, hier war wohl budgetmäßig nicht mehr drin.

Aber trotz der Kritik überwiegen die positiven Aspekte bei Extinction. Und das will bei einem Low Budget Zombiestreifen was heißen. Es wird nie langweilig, die Spannung wird stetig oben gehalten, die Idee mit der zusätzlichen Bedrohung durch explodierende Kraftwerke ist glaubhaft, die Kamera hat Kinoniveau und die darstellerischen Leistungen liegen über Genreschnitt. Auch das Drehbuch, die Ausstattung und die straffe Regie zeugen vom Können der Beteiligten. Extinction steckt sogar diverse amerikanische Produktionen in die Tasche und ist für Fans eine absolut unterhaltsame Investition.

Extinction - The G.M.O. Chronicles

Angekündigt als der erste Zombiefilm aus Deutschland (wobei der unsägliche „Die Nacht der lebenden Loser“ zu Recht vergessen wurde), liegt nun endlich der Independent Zombiereißer „Extinction — The G.M.O. Chronicles“ vor. Und was soll man sagen; er ist sogar noch wesentlich besser als erwartet!
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