Erde Wasser Luft Eis

Erde Wasser Luft Eis

Eine Filmkritik von Marie Anderson

Die Natur im dokumentarischen Gewand

Natur- und Tierdokumentationen haben ihr Erscheinungsbild seit den längst vergangenen Tagen ihrer wackeligen Ursprünge im Laufe der Zeit kräftig verändert. Modernste Technik sowie eine freizügige Gestaltung mit nicht selten auch fiktiven Elementen haben das Genre revolutioniert und weit vom Image des Fernsehniveaus oder Langweilers entfernt, das nun häufig spektakuläre Bilder eingewoben in anregende Unterhaltung präsentiert. Die Naturfilmedition Erde Wasser Luft Eis beinhaltet vier erfolgreiche europäische Filme dieses Terrains, die von einer Bonus-DVD mit vier weiteren Dokumentationen des französischen Regisseurs Luc Jacquet ergänzt werden.
Mit einem Preisregen bedacht, den der Oscar von 2006 als Bester Dokumentarfilm krönt, wurde Die Reise der Pinguine / La marche de l’empereur von Luc Jacquet zu einem gewaltigen internationalen Erfolg. Es ist der alljährliche, herzerweichend harte Marsch der Kaiserpinguine der Antarktis an die Paarungsfront, der hier eingebettet in kommentierende sowie warme philosophische Betrachtungen existentieller Art in seiner kruden Faszination voller eiskalter Naturimpressionen von der Kamera begleitet wird.

Deep Blue – Entdecke das Geheimnis der Ozeane / Deep Blue der britischen Dokumentarfilmer Alastair Fothergill und Andy Byatt entführt den Zuschauer in die noch immer unermesslichen Welten der Meere und ihrer mitunter tiefgründigen Lebewesen. Die Dreharbeiten zu diesem außergewöhnlichen Zeugnis des Universums unterhalb der Wasseroberfläche waren schon ein äußerst aufwändiges Abenteuer für sich, und das auf knapp anderthalb Stunden zusammengeschnittene Resultat stellt einen ganz atemberaubenden Film dar.

Das französische Filmemacherteam Jacques Perrin, Jacques Cluzaud und Michel Debats hat mit Nomaden der Lüfte / Le peuple migrateur eine stimmungsvolle Dokumentation über jene Vögel geschaffen, die in der kalten Jahreszeit in majestätischen Schwärmen in mildere Gefilde fliehen. Auf fünf Kontinenten folgte die Crew 44 Vogelarten bei ihrem abenteuerlichen Flug ins Warme und erhielt für diese Weltsichten aus der Vogelperspektive einige Nominierungen und Auszeichnungen, darunter ein César für den Besten Schnitt von Marie-Josèphe Yoyotte.

Mikrokosmos – Das Volk der Gräser / Microcosmos: Le peuple de l´herbe aus dem Jahre 1996 von Claude Nuridsany und Marie Pérennou wurde seinerzeit unter anderem mit einem Preis für seine imposante Technik bei den Filmfestspielen in Cannes sowie mit Césars in fünf Kategorien ausgezeichnet. Der Film porträtiert auf sehr ansprechende Weise, was da so auf einer Wiese in Frankreich kreucht und fleucht, während sich die Ansichten der Mikrowelt filmisch zu gewaltigen Szenarien der Natur erheben.

Erde Wasser Luft Eis

Natur- und Tierdokumentationen haben ihr Erscheinungsbild seit den längst vergangenen Tagen ihrer wackeligen Ursprünge im Laufe der Zeit kräftig verändert. Modernste Technik sowie eine freizügige Gestaltung mit nicht selten auch fiktiven Elementen haben das Genre revolutioniert und weit vom Image des Fernsehniveaus oder Langweilers entfernt, das nun häufig spektakuläre Bilder eingewoben in anregende Unterhaltung präsentiert.
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