Erbsen Auf Halb Sechs

Erbsen Auf Halb Sechs

Liebe macht sehend

Als der Theaterregisseur Jakob (Hilmir Snaer Gudnason) bei einem Unfall sein Augenlicht verliert, scheint sein Leben für ihn zu Ende zu sein. Er findet sich in der Welt nicht mehr zurecht, weder psychisch noch physisch, den geliebten Beruf muss er ebenfalls an den Nagel hängen und seiner Freundin gibt er kurzerhand den Laufpass.

Jakob erträgt es nicht, dass er nun hilflos ist. Bislang gewohnt, dass er als Regisseur die Fäden in der Hand hielt, ist nur nun auf die Hilfestellungen seiner Umwelt angewiesen – so etwa die Orientierungshilfe, dass sich auf dem Teller die Erbsen auf der Position „halb sechs“ befinden. Auch die Hilfe der seit ihrer Geburt an blinden Lilly (Fritzi Haberlandt) mag Jakob am Anfang nicht annehmen. Als Jakobs Mutter im Sterben liegt, unternehmen die beiden eine abenteuerliche Odyssee bis tief nach Russland hinein, um die todkranke Frau zu besuchen und von ihr Abschied zu nehmen. Eine Reise, die beide verändert, denn Jakob lernt auf diesem Weg, sein Schicksal zu akzeptieren, während Lilly erkennen muss, dass ihr bisheriges Leben in der Sicherheit ihrer treu sorgenden Familie nicht alles ist. Schließlich finden die beiden auf sehr behutsame und vorsichtige Weise zueinander.

Drei Jahre nach seinem Kino-Debüt Jetzt oder nie – Zeit ist Geld glückt dem Regisseur Lars Büchel mit Erbsen auf halb sechs ein wundervolles und sensibles „Märchen“ mit Happy End. Zwar wirkt manches übertrieben und wenig realistisch und Hilmir Snaer Gudnason stolpert ab und an zu unglaubwürdig durch den Film, doch trotzdem zielt der Film in keiner Weise auf schnelle Betroffenheit beim Zuschauer ab, sondern unterläuft die aufkommende Traurigkeit geschickt mit intelligentem Witz.

  • Trailer
  • Bilder
Meinungen
Leonhard Batzel · 20.08.2009

Der Film hat einen interessanten Plot. Allerdings hätte man aus der Figurenkonstellation viel mehr machen können als die abgedroschene Romanform (erst sind sie zusammen, dann trennen sie sich und dann sind sie wieder zusammen). Auch der schmalzige Schluß (Mutter nimmt sich das Leben, aber die heiße Liebe trägt mich durch meinen [Lebens]Schmerz) ist sicher etwas für junge Mädchen; für eine anspruchsvolle Verarbeitung des Themas "Wie man wirklich sehen lernen kann" gehört eine Menge mehr. Also: Tolles Thema viel zu abgedroschen süßlich verarbeitet.

lia und nicole · 16.06.2009

wa hammer

Martin Z. · 27.01.2009

Das Originellste ist ja wohl der Titel, den man wirklich nur versteht, wenn man den Film gesehen hat. Im Großen und Ganzen ist er aber recht einfühlsam inszeniert. Man bekommt eine Vorstellung von der Welt, in der Blinde leben. Es gibt mitunter gute Kameraeinstellungen (plätscherndes Wasser im Gegenlicht) und das Zusammentreffen von zwei Aktionsfäden ist gut überlegt genauso wie manche Situationskomik.
Die Reiseroute mit rotem Strich auf der Landkarte nachzuzeichnen wirkt etwas antiquiert. Manche Szenen sind gedanklich nicht ganz leicht nachzuvollziehen. Und die Nebenhandlung, mit dem Girly, das partout auf Entjungferung aus ist („eine sexuelle Interessengemeinschaft“ sucht) passt nicht so ganz ins Bild. Wider erwarten verflacht die zweit Hälfte enorm Es ist nicht so der ganz große Wurf, aber redlich bemüht ein eigentlich erstes Thema einem breiten Publikum zu erschließen.

Jana · 11.10.2008

Ich habe mir den Film kostenlos in meiner Bücherei ausgeliehen - eigentlich nur zufällig. Ich finde neben der Liebeshandlung, regt der Film auch zum Nachdenken an. Was ist alles nicht mehr möglich, wenn man sein Augenlicht verliert? Ganz viel. Da merkt man, wie wichitg die Augen doch sind.
Der Film hat mit dehr gut gefallen, kann ihn nur weiter empfehlen.

· 09.07.2008

Mal eine frage:
Wo kann man den kompletten film kostenlos sehen?
bitte um eine internetseite.

Karin · 14.02.2008

Ich habe mir den Film ganz zufällig gekauft und bin total begeistert. Beim Schauen konnte ich lachen und weinen. Ich kann diesen Film nur weiterempfehlen. Er gehört jetzt schon zu meinen Lieblingsfilmen.

Ingrid Zimmer · 28.01.2008

Ich habe heute mal wieder in meinem Kopf gekramt welche wirklich haften gebliebenen Filme da drin sind. Ich habe den Film beim Kinostart gesehen, was ja schon lange her ist in der schnelllebigen Zeit, und rangiert unter meinen top-ten weit vorne

Sabine · 07.02.2007

hab den Film schon achtmal auf DVD gesehen und könnte ihn immer wieder gucken.Tolle Schauspieler in einem tollen Stück!!!

Charlotte · 19.12.2005

ich fand den Film einfach super! lustig, traurig und am ende ein Happy ending! gemau das was ich an filmen liebe!besoners gefielen mir die szenen auf dem Rapsfeld, im Regen und die , in der sie sich durch die Hilfe des kleinen Mädchen finden!

Uwe · 03.12.2005

... einer meiner besten Filme! Beste Kinounterhaltung, die wochenlang bewegt.

· 09.10.2005

Gerade auf DVD gesehen. Bin begeistert, ausgezeichnete Musik, die endlich auch einmal so "tragend" eingesetzt wurde, wie ich mir das auch bei anderen Filmen wünsche. Sehr gute Hauptdarsteller, sehr professionelle Produktion.

sophie · 25.09.2005

Ein sehr wunderbarer Film in dem die richtigen Schauspieler für diese herrlichen gutgespielten Rollen herausgesucht worden sind!!! Einfach geil!!!

Ralf H. · 21.02.2005

Ein schöner Film über die Liebe und über das Leben mit einer angeblichen "Behinderung", vielleicht nicht immer realistisch, darüber kann man aber leicht hinwegsehen, da die Darsteller die Botschaft des Films überzeugend vermitteln: was wirklich wichtig ist, das zählt....sonst nichts!

Kommentare

Diese Sicherheitsfrage überprüft, ob Sie ein menschlicher Besucher sind und verhindert automatisches Spamming.

Weitere Filme von

Lars Büchel