Eine italienische Hochzeit – Love’s Brother

Eine italienische Hochzeit – Love’s Brother

Amore in Australien

Ende der fünfziger Jahren mitten im australischen Outback: Die beiden Donnini Brüder, die nach dem Zweiten Weltkrieg aus Bella Italia ausgewandert sind, kellnern im Café Latino und sind fester Bestandteil der italienischen Gemeinde. Da ist zum einen der charmante und gutaussehende Gino (Adam Garcia), der jeder Frau den Kopf verdreht und zum anderen der eher bodenständige und zurückhaltende Angelo (Giovanni Ribisi). Gerne würde Connie (Silvia de Santis), Ginos Freundin, ihren Geliebten heiraten, alleine schon um ihn von den anderen Frauen wegzubekommen, doch der Tradition folgend muss zuerst der ältere und wenig attraktive Angelo unter die Haube.

Dieser versucht sein Glück bei Signora Carmellina (Eleanor Bron), die ihm dabei helfen soll, eine Frau aus Italien vermittelt zu bekommen. Doch seine gefühlvollen Briefe gehen samt und sonders nebst Foto wieder an den Absender zurück, bis sich Angelo zu einer List entschließt. Dem Brief an Rosetta (Amelia Warner) aus Süditalien, legt er statt eines eigenen Bildes das Porträt seines Bruder bei. Mit durchschlagendem Erfolg, denn die junge Frau verliebt sich selbstverständlich Hals über Kopf in ihn. Sofort macht sich Rosetta auf den Weg ins ferne Australien, wo sie Angelo erwartet. Nach dem ersten Schock über den kleinen Betrug besteht sie darauf, dass es Gino ist, denn sie haben will. Und auch der kriegt weiche Knie, als er Rosetta sieht. Doch zugleich fühlet er sich seinem Bruder verpflichtet. Um dem Chaos der Gefühle zu entgehen, entschließt sich Rosetta zur Heimreise. Doch wird sie diese tatsächlich allein antreten?

Italien ist überall, selbst im australischen Hinterland, und ob in Sizilien, New York oder im Land der Känguruhs, überall sind die Zutaten südlicher Lebensfreude die gleichen: Ein wenig Pasta hier, ein bisschen Amore da, der Pfarrer ist natürlich auch immer dabei und am Schluss lösen sich die Liebeswirrungen nach dem Vorbild der Commedia dell’Arte in Wohlgefallen auf. Das ist auch im Debütfilm des australischen Regisseurs Jan Sardi kaum anders, doch zugegebenermaßen inszeniert er das Ganze mit liebevollem Blick auf die Figuren und einem außerordentlichen Gespür für Details und die Banalitäten des Alltags.

Der ideale Film für einen lauen Sommerabend mit einem Campari auf Eis, denn ein wenig Bitternis gehört schon dazu, solange das Ende nur süß ist.

Eine italienische Hochzeit – Love’s Brother

Ende der fünfziger Jahren mitten im australischen Outback: Die beiden Donnini Brüder, die nach dem Zweiten Weltkrieg aus Bella Italia ausgewandert sind, kellnern im Café Latino und sind fester Bestandteil der italienischen Gemeinde.

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