Dynamit Jack - Der Schrecken von Arizona

Dynamit Jack - Der Schrecken von Arizona

Eine Filmkritik von Peter Osteried

Don Camillo im Wilden Westen

An sich freut man sich darüber, Fernandel mal in ungewöhnlicher Location zu sehen. Es ist der einzige Western, in dem der Mann, der ansonsten vor allem als Don Camillo bekannt ist, mitgewirkt hat. Schade nur, dass es nicht zu etwas mehr Originalität gereicht hat.
Der Franzose Anton Fürchtegott (Fernandel) wandert in die USA aus, wo er sein Glück als Goldsucher finden will. Die rauen Sitten erschüttern Anton, aber dann stellt er fest, dass er dem berüchtigten Banditen Dynamit Jack zum Verwechseln ähnlich sieht. Um einer holden Dame behilflich zu sein, schlüpft Anton schließlich in die Kluft des Gauners – und turbulente Komplikationen folgen.

Das Grundkonzept eines Mannes, der einem anderen bis aufs Haar gleicht, ist alles andere als neu. Selbst 1961 hatte diese Geschichte schon einen elendslangen Bart. An eben diesem leidet auch Dynamit Jack, der trotz Fernandel erstaunlich unkomisch ist. Das Highlight ist, wenn Fernandel mit sich selbst spielt. Das ist auch technisch gut gemacht, allerdings erinnert es auch nur daran, dass der Rest des Films diesem Spaß nicht gerecht wird. Wenn Fernandel sich selbst bedroht, dann hat das schon feinen Esprit.

Ansonsten bewegt sich Dynamit Jack in ausgetretenen Pfaden. Die Gags wollen nie so richtig zünden, aber wenigstens wirkt die französische Dekonstruktion des Wilden Westens manchmal erheiternd. Letzten Endes punktet der Film jedoch mit Fernandel. Der hat zwar schon in besseren Rollen in amüsanteren Filmen gespielt, aber das Knautschgesicht mit Cowboyhut hat zumindest Seltenheitswert.

Der Film liegt in der ungekürzten Version vor, weswegen einige Passagen im französischen Original gehalten sind. Während das Bild einen dem Alter angemessen guten Eindruck macht, ist der Ton recht enttäuschend. Durchgehendes, sehr starkes Rauschen ist vorhanden, dazu kommen dann auch noch Tonschwankungen.

Dynamit Jack - Der Schrecken von Arizona

An sich freut man sich darüber, Fernandel mal in ungewöhnlicher Location zu sehen. Es ist der einzige Western, in dem der Mann, der ansonsten vor allem als Don Camillo bekannt ist, mitgewirkt hat. Schade nur, dass es nicht zu etwas mehr Originalität gereicht hat.
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