Die Rache des Dr. Fu Man Chu

Die Rache des Dr. Fu Man Chu

Eine Filmkritik von Stefan Otto

Die gelbe Gefahr

Sir Christopher Lee, der als der Schauspieler gilt, der weltweit die meisten Auftritte in Kinofilmen hatte, übernahm in seiner Karriere oft riskante Rollen. Häufig spielte er Figuren an der Grenze zur Unmenschlichkeit und Unglaubwürdigkeit. So war er Dracula, Scaramanga, Count Dooku, Saruman — und Dr. Fu Man Chu.
In fünf Filmen war er diese personifizierte gelbe Gefahr, ein hochgewachsener Mann mit künstlich verschmälerten Augen, langem, schwarzem Mongolenbart, in knöchellangen, bunten, seidig glänzenden Gewändern, mit mongolischer Kopfbedeckung. In so einer Kostümierung, als böser Klischee-Chinese, kann man schnell lächerlich wirken. Doch Christopher Lee meisterte die schwierige Aufgabe und vermochte es sogar, der Figur des mächtigen und bösen Hypnotiseurs ein kleines bisschen Würde zu verleihen.

The Vengeance of Fu Manchu / Die Rache des Dr. Fu Man Chu ist der dritte Film in dieser Reihe. Dr. Lieberson (Wolfgang Kieling) wird von Fu Man Chu gezwungen, einen Asiaten dergestalt zu operieren, dass der Nayland Smith vom Scotland Yard gleicht. Nayland Smith (Douglas Wilmer) hingegen ahnt nicht, dass Fu Man Chu noch lebt, und reist zur Gründungskonferenz von Interpol in Paris. Dort erfährt er, dass die andere Seite — gewissermaßen als Gegenstück zu Interpol — eine Weltorganisation des organisierten Verbrechens mit Fu Man Chu als Anführer gründet. Smith schaltet Inspektor Ramos in Shanghai ein und geht selbst mit seinem Assistenten Dr. Petrie (Howard Marion Crawford) in Urlaub. In Irland wird er von Fu Man Chus Gefolgschaft gegen seinen Doppelgänger ausgetauscht, eine Art Frankenstein-Nayland-Smith, das Ergebnis der OP von Lieberson. Während Smith selbst in einer Seekiste nach Shanghai verfrachtet wird, erwürgt sein bleicher Doppelgänger in London Smiths Hausmädchen Jasmin und wird dafür zum Tode verurteilt.

In seinem Palast in einer Provinz Chinas gibt Fu Man Chu seinen Plan bekannt, gleich Smith alle bedeutenden Polizeichefs der Welt zu entführen und zu töten, während ihre Doppelgänger Morde begehen, wofür sie gleichzeitig nach dem Gesetz hingerichtet werden. Doch den Gefangenen, unter ihnen auch Smith, gelingt mit Hilfe von Inspektor Ramos und des FBI die Flucht aus dem Palast. Als der Palast am Ende in Flammen steht, erscheint Fu Man Chu über dem Qualm und verkündet ähnlich wie der rosarote Panther („Heute ist nicht alle Tage, ich komm wieder, keine Frage“): „Die Welt wird wieder von mir hören. Denn ich, Dr. Fu Man Chu, lebe.“

Die Rache des Dr. Fu Man Chu

Sir Christopher Lee, der als der Schauspieler gilt, der weltweit die meisten Auftritte in Kinofilmen hatte, übernahm in seiner Karriere oft riskante Rollen. Häufig spielte er Figuren an der Grenze zur Unmenschlichkeit und Unglaubwürdigkeit. So war er Dracula, Scaramanga, Count Dooku, Saruman — und Dr. Fu Man Chu.
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