Die, Monster, Die! (Horror Cult Uncut)

Die, Monster, Die! (Horror Cult Uncut)

Eine Filmkritik von Peter Osteried

Ganz wenig Lovecraft

1968 noch unter dem Titel Das Grauen auf Schloss Witley in die Kinos gebracht, beruft sich dieser Film auf H.P. Lovecraft. Die Vorlage war dessen Geschichte Die Farbe aus dem All. Wüsste man das jedoch nicht, würde man kaum Ähnlichkeiten ausfindig machen können. Aber immerhin: Dieses Spätwerk in der Karriere des Boris Karloff ist zumindest stimmungsvoller Gotik-Horror.

Der Vorlage am nächsten kommt dieser Film nur in der Titelsequenz, die kosmischen Ausblick liefert und mit delirierenden Farben daherkommt. Aber gleich darauf führt Drehbuchautor Jerry Sohl, der u.a. auch für die klassische Star Trek-Serie geschrieben hat, die Geschichte auf gänzlich anderes Terrain. Zwar ist die Bedrohung außerirdisch, sie äußert sich jedoch anders. Stephen (Nick Adams) besucht seine Verlobte Susan (Suzan Farmer) auf Schloss WItley, ist dort aber nicht willkommen. Ihr Vater Nahum Witley (Boris Karloff) möchte ihn loswerden, aber nur zu dessen eigenen Schutz. Denn er weiß, was in seinem Anwesen vorgeht. Die Strahlung eines Meteoriten hat die Pflanzen mutieren lassen und wirkt sich auch auf die Menschen, darunter seine eigene Frau, aus.

Art Director Daniel Haller gab mit diesem Film sein Regiedebüt. Zuvor war er für Roger Corman tätig und stattete dessen Poe-Adaptionen aus. Er hat ein Auge nicht nur fürs Dekor, sondern auch die Inszenierung. Die, Monster Die! sieht besser aus, als man es erwarten dürfte. Das Breitwandformat ist hier besonders hilfreich. Leider kann die Geschichte mit der Umsetzung nicht mithalten. Sie ist trotz kurzer Laufzeit recht wirr und lebt eigentlich nur von den beiden Hauptdarstellern und der Atmosphäre. Boris Karloff, obwohl damals schon krankheitsbedingt an den Rollstuhl gefesselt, liefert eine charismatische Darstellung ab.

Gruselig ist das Ganze heutzutage nicht mehr, die vorhandene Atmosphäre kann man dem Film aber auch nicht absprechen. Allein, mit H.P. Lovecraft hat das Ganze nicht viel zu tun. Wer eine originalgetreuere Adaption der Geschichte sehen will, dem sei die deutsche Schwarzweißproduktion Die Farbe empfohlen.
 

Die, Monster, Die! (Horror Cult Uncut)

1968 noch unter dem Titel „Das Grauen auf Schloss Witley“ in die Kinos gebracht, beruft sich dieser Film auf H.P. Lovecraft. Die Vorlage war dessen Geschichte „Die Farbe aus dem All“. Wüsste man das jedoch nicht, würde man kaum Ähnlichkeiten ausfindig machen können. Aber immerhin: Dieses Spätwerk in der Karriere des Boris Karloff ist zumindest stimmungsvoller Gotik-Horror.

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