Die letzten Tage in Kenya

Die letzten Tage in Kenya

Eine Filmkritik von Renatus Töpke

Ein Sittengemälde

Weniger ein Spielfilm mit großartiger Handlung, sondern eher ein Sittenportrait ist Die letzten Tage von Kenya. Im Spätsommer des Jahres 1940 kommt der wohlhabende Sir Broughton (Joss Ackland) nach Kenya. Mit dabei ist seine hübsche Frau Diana (Greta Scacchi), die, von ihrem Mann gelangweilt, eine Affäre mit dem Weiberhelden Josslyn Hay (der großartige Charles Dance – leider im mäßigen Elektra gnadenlos verheizt) anfängt. Der Alltag ist gezeichnet von Zynismus, Sex und Alkohol. Sir Broughton nimmt die Affäre seiner Frau hin, lässt sie „ziehen“. Doch als Josslyn während ihrer ‚Abschiedfeier’ ermordet wird, fällt der Verdacht auf den gehörnten Ehemann. Endlich gibt es eine Abwechslung von den täglichen Orgien…
Die Besetzung ist erstklassig, die Bebilderung von Coen Brothers-Stammkameramann Roger Deakins wirklich ausgezeichnet und Regisseur Michael Radford (1984) versteht sein Handwerk. Trotz einiger Längen in der Filmmitte wissen Die letzten Tage von Kenya zu fesseln. Doch allem voran sticht die begnadete Darstellerriege hervor. Selten sah man solch gutabgestimmte Mimen um ihr Leben spielen. Allen voran Greta Scacchi und der bis heute sträflichst unterbewertete Charles Dance.

Leider ist das Bild keine sonderliche Wucht. Nur der Ton bietet oberes Mittelmaß.

Die letzten Tage in Kenya

Weniger ein Spielfilm mit großartiger Handlung, sondern eher ein Sittenportrait ist Die letzten Tage von Kenya.
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