Die Legende der weißen Schlange

Die Legende der weißen Schlange

Eine Filmkritik von Peter Osteried

Schon im April wurde Die Legende der weißen Schlange auf den Markt gebracht, nun hat KSM jedoch die Langfassung veröffentlicht. Der Unterschied zur internationalen Fassung ist jedoch nicht so groß, wie das bei asiatischen Filmen oftmals der Fall ist. Lediglich acht zusätzliche Minuten gibt es zu bestaunen.
Der Kräutersammler Xu (Raymond Lam) gerät in Gefahr, erhält aber von einer geheimnisvollen Frau Hilfe. Doch wie sich herausstellt, handelt es sich bei ihr um keine normale Frau, sondern um einen Schlangendämon, der nur in weiblicher Gestalt auftritt. Beide verlieben sich ineinander, aber schon bald darauf bricht eine Plage über das Land herein. Um das Land zu retten, ruft die Frau einen mächtigen Zauberer (Jet Li), der etwas gegen die Liebschaft von Mensch und Dämon einzuwenden hat.

Das klingt etwas nach A Chinese Ghost Story. Umso passender ist, dass der Film von Ching Siu-Tung inszeniert wurde, der seinerzeit die A Chinese Ghost Story-Trilogie verantwortet hat. Natürlich gab es die Geschichte aber auch schon vorher, ist sie doch eine alte Legende, die bislang in fünf Filmen und einer Fernsehserie umgesetzt worden ist. Die bekannteste Verfilmung ist wohl Green Snake aus dem Jahr 1993, inszeniert von Tsui Hark, womit sich der Kreis dann endgültig schließt.

Wie einst zeichnet sich auch dieser Film durch eine rasante Action-Inszenierung aus, die jedoch nicht dem Stil der 80er Jahre verhaftet ist, sondern ihre Geschichte mit modernen Effekten aufpeppt. Im Grunde ist das, was hier geboten wird, nichts anderes als der Reboot von A Chinese Ghost Story — Die Dämonenkrieger. Was aber für Die Legende der weißen Schlange spricht, ist die Präsenz von Jet Li. Der hatte sich vor ein paar Jahren aus dem Wushu-Genre zurückgezogen und entsprechend weniger interessante Rollen gespielt; hier trumpft er richtig auf. De facto ist er zwar der Schurke, das natürliche Charisma des asiatischen Superstars sorgt aber durchaus dafür, dass man sich bisweilen auf seiner Seite fühlt.

Was nicht funktioniert, ist der Humor, der stark in Richtung Slapstick tendiert und einmal mehr eindrucksvoll unter Beweis stellt, dass westliches und asiatisches Verständnis von Komik zwei Paar Schuhe sind. Dennoch: Ein aufwendiges Spektakel, das zwar keinerlei neue Impulse setzt, aber zumindest mit viel Tamtam zu unterhalten weiß.

Die Legende der weißen Schlange

Schon im April wurde „Die Legende der weißen Schlange“ auf den Markt gebracht, nun hat KSM jedoch die Langfassung veröffentlicht. Der Unterschied zur internationalen Fassung ist jedoch nicht so groß, wie das bei asiatischen Filmen oftmals der Fall ist. Lediglich acht zusätzliche Minuten gibt es zu bestaunen.
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