Die Didi Box

Die Didi Box

Eine Filmkritik von Renatus Töpke

Es gab für Dieter Hallervorden eine Zeit vor dem Tingeln durch Talk- und Spielshows. Speziell in den 1980ern hatte Didi seine große Zeit und war auch mit einigen Kinohits gesegnet. Heute wirken manche Gags vielleicht angestaubt und etwas… naja, bieder. Doch auch im neuen Jahrtausend versprühen die einstigen Straßenfeger einen besonderen Charme, strahlen eine gewisse Unschuld aus. Kurz gesagt sind die Didi-Filme Familienunterhaltung ohne die nervenden Anzüglichkeiten, die heute fasst schon normal sind.

Ach du lieber Harry war, auch wegen dem Ohrwurm-Titelsong, der erste Didi-Kinohit. Als Privatdetektiv Harry muss Dieter Hallervorden ein preisgekröntes Kaninchen beschützen. Gangster, falsce Priester und allerhand Gesindel heften sich von nun an an die Fersen des seltsamen Duos. Wird es Harry schaffen, den Hasen zu beschützen? Unter anderem ist Iris Berben mit von der Partie.

In Der Schnüffler spielt Didi einen Taxifahrer, der unverhofft zwischen die Fronten von KGB und CIA gerät. Eine Leiche im Kofferraum, deren Mörder und nervende Fahrgäste machen Didi das Leben zusätzlich schwer. Dann kommt auch noch ein seltsamer Zaubertrank zum Zug… Der Film aus dem Jahr 1982 ist eine rasante Krimifarce geworden, die auch heute noch gute Laune verbreitet.

Der Titel Didi — Der Doppelgänger sagt schon alles: Didi spielt den Chef eines mächtigen Konzerns, auf den es Gangster abgesehen haben. Zu seinem Schutz engagiert er einen nichts ahnenden Wirt, der ihm zufällig zum Verwechseln ähnlich sieht. Dieser hängt sich so in seinen ‚neuen‘ Job in der Chefetage, dass der wirkliche Firmenboss ihn wieder loswerden will. Doch das ist leichter gesagt als getan… Hallervorden in einer Doppelrolle. Was erwartet man da wohl? Doppelten Spaß natürlich! Sketchpartner Manfred Lehmann steht hier zum dritten Mal mit Hallervorden vor der Kamera.

Didi und die Rache der Enterbten ist einer der bekanntesten Didi-Filme. Und einer der lustigsten. Und der mit den meisten Didis… Denn Hallervorden tritt in ganzen sieben Rollen auf. Er spielt zunächst einmal Didi Dödel. Der erbt das Vermögen vom Millionärsonkel. Die gierige Verwandschaft (sechs weitere Didis in tollen Klamaukrollen) ist darüber gar nicht erbaut und beschließt, dem Alleinerben das Lebenslicht aus zu blasen. Doch Dödel hat mehr Glück als Verstand. Didi und die Rache der Enterbten schlug 1984 ein wie eine Bombe. Und Wolfgang Kieling bietet den sieben Hallervordens komödiantisches Paroli.

Als LKW-Fahrer hat Didi in Didi auf vollen Touren weniger zu Lachen als der Zuschauer. Für zwielichtige Burschen soll Didi ‚harmlose‘ Fässer nach Marseille fahren. Früher oder später hat er nicht nur zig Polizisten an der Heckstoßstange kleben… Nicht ganz so gut wie die Vorgänger, hat dieser Didi-Film sichtbar mehr Budget zur Verfügung. Trotzdem macht Didi auf vollen Touren ungeheueren nostalgischen Spaß.

Der Experte kam 1987 in die Kinos. KFZ-Schlosser Willy Schulze verliert bei einem Unfall sein Gedächtnis. So widerspricht er auch nicht, als er für einen sehnsüchtig erwarteten Wahlkampfexperten gehalten wird. Dank seinem menschlichen Auftreten und seinen volksnahen Parolen, wird er zum Liebling der Wähler und weiß gar nicht, wie ihm geschieht. Doch irgendwann wird der echte Wahlexperte auftauchen, soviel ist klar…

Nostalgiker und Didi-Fans kommen an dieser hübschen Box nicht vorbei, zumal das Bild und der Ton erstklassig wiedergegeben werden. Auch sind die DVDs mit dem jeweiligen Original-Plakatmotiv versehen. Und die wurden Teilweise vom großen Renato Casaro (u.a. Blade Runner) gezeichnet!. Bonusmaterial ist leider so gut wie nicht vorhanden.
 

Die Didi Box

Es gab für Dieter Hallervorden eine Zeit vor dem Tingeln durch Talk- und Spielshows. Speziell in den 1980ern hatte Didi seine große Zeit und war auch mit einigen Kinohits gesegnet. Heute wirken manche Gags vielleicht angestaubt und etwas… naja, bieder.

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