Der Transport

Der Transport

Eine Filmkritik von Renatus Töpke

Ein atmosphärisch dichter deutscher Antikriegsfilm

Winter 1945. Reserveleutnant Bleck befehligt einen Gefangenentransport in Richtung Westfront. Dort wartet ein Strafbataillon auf die Ausgemergelten. Es ist offensichtlich, die Männer sollen als Kanonenfutter dienen. Der Weg ist lang und hart und Bleck hat immer mehr das Gefühl, dass er hier was Falsches tut. In ihm reift ein Entschluss, der das Leben aller Beteiligten nachhaltig beeinflussen und einige selbiges kosten wird…
Diese weitgehend vergessene Perle des Antikriegsfilms von Regisseur Jürgen Roland (Stahlnetz und Polizeirevier Davidswache) ist ein Meisterstück an Dichte und spürbarem Schmutz. Jahre bevor Spielberg das Dritte Reich als Spielwiese entdeckte, zeigt hier ein Filmemacher die gnadenlose Härte und Sinnlosigkeit des Krieges. Hannes Messemer gelingt es, dem Leutnant Bleck die Qual der richtigen Entscheidung ins Gesicht zu zaubern. Selten war Kino stärker und fesselnder.

Die DVD von Der Transport ist arg spartanisch ausgestattet: Ein Trailer und Hintergrundinfos sind alles, was als Beiwerk auf der Silberscheibe zu finden sind. Das macht die hochkarätige Besetzung um Messemer zumindest teilweise wieder wett: Joachim Dahlen (08/15), Karl-Otto Alberty (Gesprengte Ketten) und Leo Bieber (Der dritte Mann) sind nur drei große Schauspieler, die man kennen sollte.

Der Transport

Winter 1945. Reserveleutnant Bleck befehligt einen Gefangenentransport in Richtung Westfront. Dort wartet ein Strafbataillon auf die Ausgemergelten.
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