Der Mieter

Der Mieter

Eine Filmkritik von Marie Anderson

Montag, 11. Mai 2015, ARTE, 22:00 Uhr

Wiederum ist es so weit: In dieser Woche beginnen erneut die Internationalen Filmfestspiele von Cannes, dieses Jahr zum 68. Mal seit der Premiere der mittlerweile wohl weltweit wichtigsten Veranstaltung in Sachen Film von 1946. Die US-amerikanischen Filmemacher Ethan und Joel Coen fungieren hier erstmals doppelt besetzt als Jury-Präsidenten des Wettbewerbs, in dem dieses Mal 17 Filme um die Goldene Palme konkurrieren. Auch die kino-zeit Redaktion wird bei diesem Filmfestival der Superlative an der Croisette vom 13. bis zum 24. Mai wieder mit vor Ort sein und taufrisch von den Filmen, Ereignissen und Stimmungen dort berichten.
Der deutsch-französische Fernsehsender ARTE widmet den Filmfestspielen von Cannes ab dem heutigen Montag ein umfangreiches Schwerpunkt-Programm mit zahlreichen Spielfilmen rund um die Geschichte der traditionsreichen Veranstaltung. Im Jahre 1976 als erster Film des polnischen Filmemachers Roman Polański für die Goldene Palme nominiert wird in diesem Rahmen auch Der Mieter gezeigt, in dem der Regisseur selbst die Hauptrolle eines jungen Mannes übernommen hat, der sich als Nachmieter eines offensichtlich suizidalen Mädchens für ein Appartement in einem Pariser Wohnhaus bewirbt und dort in eine heftige persönliche Krise gerät.

Mit der ungeheuer effektvoll eingesetzten Kamera von Sven Nykvist, der filigranen Filmmusik von Philippe Sarde und charismatischen Schauspielern wie Isabelle Adjani, Jo Van Fleet und Melvyn Douglas an der Seite von Roman Polański ereignet sich hier ein verwirrendes urbanes Drama mit Thrillerqualitäten, das seine Zuschauer zu einem Horrortrip im Spannungsfeld von verdichteter Wirklichkeit, Paranoia und Wahn einlädt. Mit Der Mieter offenbart sich bereits früh das außerordentliche dramaturgische Talent des Regisseurs, der 2002 für seinen Film Der Pianist die Goldene Palme in Cannes gewann.

Der Mieter

Wiederum ist es so weit: In dieser Woche beginnen erneut die Internationalen Filmfestspiele von Cannes, dieses Jahr zum 68. Mal seit der Premiere der mittlerweile wohl weltweit wichtigsten Veranstaltung in Sachen Film von 1946. Die US-amerikanischen Filmemacher Ethan und Joel Coen fungieren hier erstmals doppelt besetzt als Jury-Präsidenten des Wettbewerbs, in dem dieses Mal 17 Filme um die Goldene Palme konkurrieren.
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