Deepwater

Deepwater

Eine Filmkritik von Renatus Töpke

Die Regeln der Provinz

In dieser Low-Budget-Produktion aus dem Jahr 2005, gibt sich neben den Schlachtrössern Peter Coyote (E.T., Deadwood) und Michael Ironside (Highlander II, Starship Troopers, Total Recall) auch Jungdarsteller Lucas Black (Cold Mountain, Jarhead) die Ehre. Das Ergebnis ist durchwachsen.
Nach einigen Strapazen strandet der junge Nat (Lucas Black) in dem kleinen Kaff Deepwater. Der robuste und undurchsichtige Finch (Peter Coyote) nimmt sich seiner an, als Nat ihm nach einem Unfall aus der Klemme hilft. Finch bietet ihm einen Job als Anstreicher an. So kann Nat das Auto abarbeiten, dass Finch ihm kauft, und noch was für seine geplante Straußenfarm auf die Seite legen. Doch die Idylle des verschlafenen Kaffs Deepwater trügt. Etwas scheint nicht mit Finch zu stimmen und alles deutet daraufhin, dass dieser die Stadt mit eiserner Hand regiert und dabei sogar über Leichen geht. Und nicht nur das; auch die Polizei scheint mit Finch unter einer Decke zu stecken. Ehe es sich Nat versieht, steckt er bis zum Hals in Problemen und hat eine Affäre mit Finchs hübscher Frau Iris (Mia Maestro), die ihn dazu überreden will, mit ihr und Finchs Geld durchzubrennen…

Das Regiedebüt von David S. Marfield nach einem Roman von Matthew F. Jones könnte um so vieles besser sein. Die Geschichte des Mystery-Thrillers beginnt spannend und endet mit einem wirklich guten Sequenz, die an Fight Club erinnert. Doch was dazwischen ist, ist Duzendware von der Stange. Deepwater sollte wohl eine Mischung aus Twin Peaks und Oliver Stones U-Turn werden. Die Ansätze stimmen auch, doch die überaus lahme Inszenierung erstickt vieles im Keim. Darstellerisch spielen sich Peter Coyote und Michael Ironside als sein Kumpel Walnut problemlos in den Vordergrund. Lucas Black sieht daneben eher blass aus, schafft es kaum, seine Szenen zu tragen. Ein weiteres Übel ist die Synchronisation. Können die Sprecher der meisten Rollen überzeugen, ist die Synchronisation von Lucas Black ein ganz großes Ärgernis. Die Stimme passt häufig nicht zu den gespielten Emotionen, wirkt leidenschaftslos und runtergeleiert. Das gilt auch für diverse kleinere Rollen. Ist man der englischen Sprache mächtig, sollte man hier klar den Originalton bevorzugen. Auch wegen des coolen Miniauftritts von Twistet Sister-Röhre Dee Snider.

Wie gesagt, hat Deepwater keine schlechte Geschichte, nur hapert es bei der Inszenierung. Das ändert jedoch nichts an dem bizarren Ende, dass der Film schließlich findet. Nur der Weg dorthin ist reichlich holprig.

Deepwater

In dieser Low-Budget-Produktion aus dem Jahr 2005, gibt sich neben den Schlachtrössern Peter Coyote (E.T., Deadwood) und Michael Ironside (Highlander II, Starship Troopers, Total Recall) auch Jungdarsteller Lucas Black (Cold Mountain, Jarhead) die Ehre.
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