Deep Threat - Die Höhle

Deep Threat - Die Höhle

Eine Filmkritik von Renatus Töpke

Unterirdisch

Der Tierhorrorfilm kommt immer wieder: Was in den 60ern Hitchcocks Die Vögel waren, waren in den 70ern Ameisen und Bienenschwärme, in den 80ern Werwölfe und Parasiten. In den 90ern kamen dann schließlich die mutierten Alligatoren und Spielbergs Dinosaurier. Dies nur, um einen kleinen Überblick zu geben. Natürlich gab es zig mehr Viechzeug, das den rechtschaffenen Bürgern kleiner, amerikanischer Städte das Leben schwer machten. Ameisen — Die Rache der schwarzen Königin (1977) bescherte dem Rezensenten zum Beispiel, als er als 14jähriger mal länger fernsehen durfte, seine erste Horrorfilm-Erfahrung. Deep Threat wird wohl nie von sich reden machen als Film, der jemandem schlaflose Nächte bereitet hat: Zu amateurhaft die Effekte, zu schwach die Darsteller, zu unbeholfen die Regie.
Eine Gruppe Gangster engagiert den Höhlenforscher John Palmer, um sie in ein eingestürztes Höhlensystem an einem Schweizer See zu führen. Da Palmer gerade Urlaub mit seiner Familie machen wollte, nimmt er seine Frau und die zwei Kinder Emily und Miles gleich mit. Natürlich weiß John nichts von den bösen Absichten der Gangster, Smaragde zu bergen. Doch das soll sich bald ändern. Spätestens, als sich die bösen Buben anfangen selbst umzubringen. Doch Deep Threat spielt nur zum Teil unter der Erde. Der andere Teil findet überirdisch statt, denn Johns Frau und die Kinder sind oben geblieben und einer der Gangster leistet ihnen Gesellschaft. Schon bald geht es drunter und drüber, denn es tauchen mannsgroße Hirschkäfer auf. Und die freuen sich über die willkommene Abwechslung auf dem Speiseplan.

Die TV-Produktion Deep Threat ist wahrlich kein Meisterstück. Die Kulissen wackeln, die Monsterkäfer sind mittelmäßige Animationen und die Schufte agieren übertrieben und unglaubwürdig. Gerade Schurke Hans wandelt sich binnen weniger Stunden vom Killer zum Menschenfreund und entschuldigt sich auch noch für sein böses Tun. Auch wird einem nicht der typische, nervende kleine Junge erspart. Vorlaut-Boy Miles lässt es sich nämlich nicht entgehen, den Bösen und Papa zu folgen. Das dämliche Ende setzt dem Ganzen dann nur noch die Krone auf.

Trash-Fans werden mit der günstigen Mischung aus Cliffhanger, The Descent und Aliens ihren Spaß haben. Bonusmaterial gibt es bis auf Biografien und einem Trailer keines. Bild und Ton gehen in Ordnung.

Deep Threat - Die Höhle

Der Tierhorrorfilm kommt immer wieder: Was in den 60ern Hitchcocks Die Vögel waren, waren in den 70ern Ameisen und Bienenschwärme, in den 80ern Werwölfe und Parasiten.
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