Deep Blue

Deep Blue

Im Rausch der Tiefe

Wie schon „Mikrokosmos“ und „Nomaden der Lüfte“, so setzt auch „Deep blue“ auf die Magie und den Zauber der Natur und das mit einzigartigen Bildern.

Beeindruckend ist bei „Deep Blue“ bereits der Hintergrund der Entstehung: Denn der Film ist einer der aufwändigsten und außergewöhnlichsten Dokumentarfilme, die je realisiert wurden. Jahrelang war der Regisseur Alastair Fothergill zusammen mit seinem Co-Regisseur rund um den Globus unterwegs, um noch nie gesehene Bilder der Ozeane auf Zelluloid zu bannen: „Wir nehmen den Zuschauer mit in eine Welt, die er noch nie zuvor gesehen hat, zu einem, wie ich glaube, der letzten weißen Flecken auf der Landkarte unseres Planeten“, so erklärt er. Und tatsächlich gelang den Filmemachern neben atemberaubend schönen Bildern auch die eine oder andere wissenschaftliche Entdeckung, denn bei den Dreharbeiten wurden neue Arten von Ozeanbewohnern entdeckt und viele der gezeigten Lebensformen wurden zum ersten Mal überhaupt gefilmt.

Innerhalb von 5 Jahren entstanden mehr als 7000 Stunden Filmmaterial, gedreht an über 200 unterschiedlichen Drehorten. Die Reise führt von flachen Korallenriffen, über die unwirtlichen Küsten der Antarktis, in die Weiten des offenen Meeres, bis hin zu den tiefsten Tiefen der Ozeane, in die ewige Dunkelheit. Der Film und die zeitgleich entstandene Fernsehserie „The Blue Planet“, die die ARD im Juli 2003 ausstrahlte, kosteten zusammen rund 17 Millionen Dollar. In Großbritannien erreichte die Serie sagenhafte 52 Prozent Einschaltquoten. Außerdem wurde sie auf dem internationalen Naturfilmfestival Wildscreen in Bristol mit drei Goldenen Pandas ausgezeichnet – einer Art Oscar für Tierfilme.

Einziges Manko bleibt die Information, denn selten nur erfährt der Zuschauer, wo sich die Filmemacher befinden und was gerade zu sehen ist. Die hervorragende und tief emotionale Filmmusik von George Fenton, der unter anderem den Score für „Gandhi“ und „Schrei nach Freiheit“ besorgte, lässt für erläuternde Kommentare kaum noch Platz. Auch bei der musikalischen Umsetzung setzt der Film Maßstäbe, denn erstmals stellten die Berliner Philharmoniker ihren Klangkörper für die Einspielung einer Filmmusik zur Verfügung. Ein Filmerlebnis für Augen und Ohren.

Deep Blue

Eines der wenigen Subgenres des Dokumentarfilms, die noch Aussicht auf Erfolg an den Kinokassen haben, sind Naturfilme, die statt auf den sattsam bekannten aufklärerischen Duktus vieler Dokumentationen eher die Strategien der emotionalen Überw&a

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