Dawn of the Dead

Dawn of the Dead

Die Wiederkehr der Untoten

George A. Romeros Trilogie Night of the Living Dead (1968), Dawn of the Dead (1978) und Day of the Dead (1985) zählt mit Sicherheit zu den blutrünstigsten Werken der Filmgeschichte und hat längst einen Kultstatus in der Horror- und Splatterszene erreicht. Doch wer glaubt, die Filme allein als Freakshow und Machwerk des schlechten Geschmacks abtun zu können, macht es sich zu einfach. Denn die Trilogie zeigt bei allen Schaueffekten eine Analyse der amerikanische Gesellschaft, die um vieles scharfsichtiger, böser und präziser ist als viele noch so gut gemeinte und engagierte Filme der Protestgeneration. Die Filme zeigten die andere, die dunkle Seite Amerikas, das abseits der glatten Fassaden Hollywoods und der Träume der Hippie-Generation spätestens auf den Schlachtfeldern Vietnams seine Unschuld verloren hatte.

Insofern ist ein Remake ein gewaltiges Risiko, denn die Filme Romeros heben sich unter anderem deswegen von der Masse der Splatter- und Horrorfilme ab, weil sie eben diesen speziellen Zeitgeist in sich tragen. Die Schrecken, die Romero implizit anprangert, die Gewalttätigkeit, Verrohung und Vereinsamung der Gesellschaft, den Konsumterror und die Brutalität des Kapitalismus und die Bankrotterklärung der Politik und jeglicher moralischer Werte sind keineswegs verschwunden, sondern sie haben sich gewandelt, sind komplexer geworden, manchmal subtiler und manchmal auch expliziter.

Dies alles verhandelt der Film aber nicht, er hält sich vielmehr weitgehendst an das Original aus dem Jahre 1978 und besitzt nicht die Schärfe und metallische Kälte der Vorlage. Trotzdem ist das Remake von Dawn of the Dead filmtechnisch und narrativ überaus gelungen und für Freunde des Genres allemal einen Besuch wert. Die Zuschauer in den USA jedenfalls waren mehr als zufrieden.

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