Das Lächeln der Tiefseefische

Das Lächeln der Tiefseefische

Ferienzeit und Feuersbrunst

Sommerzeit ist Ferienzeit im Seebad Ahlbeck auf der Ostseeinsel Usedom. Doch wo andere Leute urlauben, findet für den siebzehnjährigen Malte der ganz normale Alltag statt, denn er lebt hier mit seinem versoffenen Vater Dietmar in einer dringend renovierungsbedürftigen Villa. Seit Maltes Mutter gestorben und seine Schwester ausgezogen ist, schlagen sich die beiden Männer mehr schlecht als recht durchs Leben. Malte jobbt in einem Fischimbiss und schmuggelt ab und zu mit seinem Freund Pavel Zigaretten aus Polen nach Deutschland, ein Unternehmen, das halb Mutprobe und halb Beitrag zum spärlichen Lebensunterhalt ist. Im Gegensatz zum schwer zugänglichen Malte ist Pavel ein Schlitzohr, immer gut drauf und immer hinter den Mädchen her. Da trifft es sich gut, dass die Schwestern Annika und Lisa den Urlaub auf der Insel verbringen. Doch plötzlich steht auch Maltes Schwester Hannah wieder vor der Tür — samt Sohn. Nun soll Malte sich um seinen kleinen Neffen kümmern, obwohl er lieber Zeit mit Annika verbringen möchte. Viel passiert und nichts läuft nach Plan. Am Ende ist nicht mehr viel wie zuvor und Malte muss erkennen, dass seine Jugend nun bald vorüber ist.
Stimmig und sensibel erzählt Das Lächeln der Tiefseefische eine verhaltene Coming-of-age- und Liebesgeschichte. Regisseur Till Endemann (Kometen) umgibt Maltes Suche nach der eigenen Zukunft mit einer sommerlichen Atmoshäre, deren Wärme zu spüren ist, zeigt aber zugleich die Probleme hinter der Kulisse Usedoms. Vor allem Jacob Matschenz liefert als Malte eine ganz und gar überzeugende darstellerische Leistung, die ihm denn auch beim Saarbrücker Max-Ophüls-Preis die Auszeichnung als "Bester Nachwuchsdarsteller" einbrachte. Auch sonst dominieren junge Gesichter den Film und geben ihm eine sonnentrunkene Beiläufigkeit, die das emotionale Familiendrama vor zuviel Erdenschwere bewahrt.

Die DVD punktet mit einem ganzen Bündel von Extras, wie einem Audiokommentar von Regisseur Endemann und Kameramann Felix Cramer, einem Making-of, Outtakes, Probeaufnahmen, Interviews und einer Galerie schöner Fotos von den Dreharbeiten.

Das Lächeln der Tiefseefische

Sommerzeit ist Ferienzeit in dem kleinen Seebad Ahlbeck auf der Ostseeinsel Usedom, ganz nah bei der polnischen Grenze.

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Meinungen
· 01.07.2005

Echt in Ordnung, gute Story, gute Darsteller

@Agate · 26.06.2005

Dann ist das Leben auf der Insel wohl spannender ...

Agate Bäuerle · 25.06.2005

Ach übrigens, das Leben auf dieser kleinen Insel, zwischen zwei Ländern, zwei Kulturen ist dermaßen spannend, daß der Film ganicht gemächlich sein kann..nicht, wenn nur ein Bruchteil der tatsächlichen Atmosphäre eingefangen werden konnte.Freue mich, ihn bald sehen zu können.

Agate Bäuerle · 25.06.2005

mein Junge hat mitgespielt, wann und wo kann man den Film zuerst sehen? Wer kann mich informieren

· 08.06.2005

Eine typisch deutscher Coming-Of-Age Film. Recht gemächlich, aber auch ansprechend. Ob der Film fürs Kino geeignet ist bezweifle ich.

Kommentare

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