Dark Places

Dark Places

Eine Filmkritik von Renatus Töpke

Niemand ist ohne Sünde

Das Cover kündet es bereits an: Dark Places ist eine „Modern Ghost Story“, die in einem „haunted House“ spielt. Das schürt die Vorfreude, haben es solche Filme doch derzeit schwer. Erst später stellt sich heraus, das Dark Places bereits das zweite Remake eines Henry James Romans ist.
Die junge Pädagogin Anna (Leelee Sobieski) erhält nach ihrem Rauswurf von einer Eliteschule einen sehr gut bezahlten Job als Kindermädchen und Privatlehrerin auf einem alten Landsitz. Wie es üblich ist, mehren sich unheimliche Erscheinungen, nächtliche Geräusche und Flüsterstimmen. Auch scheint die Haushälterin Miss Grose (Tara Fitzgerald) nicht wirklich erbaut über Annas Anwesenheit. Doch Anna kann sich mit der Zuneigung der beiden Kinder Miles und Flora trösten. Doch es dauert nicht lange und Anna kommt einer wahrlich gruseligen Geschichte auf die Spur.

Blickfang und Aushängeschild von Dark Places ist Anna-Darstellerin Leelee Sobieski. Bekannt aus Joyride und The Glass House, scheint sie jedoch mit dem Fortgang der Geschichte überfordert. Sie darf zwar mehr als einmal ihre Reize präsentieren, doch wirkt sie eher wie ein Fremdkörper. Auch laufen die Anspielungen auf den Kindesmissbrauch ins Leere, was reichlich unbefriedigend ist. Wozu erst ein Fass aufmachen, wenn man nicht reinsehen darf? Da die zwei Kinder den Schlüssel zum Geheimnis des Hauses darstellen, würde man auch erwarten, dass sich der Film eingehender mit ihnen beschäftigt. Stattdessen bleiben sie Stichwortgeber, während sich die Kamera von Kameramann Jean-Francois Hensgens nicht an Leelees Körper statt sehen kann. Auch schafft es Regiedebütant Donato Rotunno nicht, eine durchgehend spannende Atmosphäre aufzubauen. Zuviel Leerlauf, zu viele Ungereimtheiten türmen sich mit Fortgang der Handlung auf.

Zu einem richtig schlechten Film langt es dann aber doch nicht und dem Zuschauer wird ein routinierter Haunted House-Film geboten.

Dark Places

Das Cover kündet es bereits an: Dark Places ist eine „Modern Ghost Story“, die in einem „haunted House“ spielt.
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