Dark Floors

Dark Floors

Eine Filmkritik von Renatus Töpke

2006 war das Jahr der finnischen Rock Band Lordi. Man setzte sich beim Eurovision Song Contest überraschend gegen sämtliche Mitbewerber durch und hatte mit ‚Hard Rock Hallelujah‘ erstmals einen europaweiten Hit. Die Zeit war also reif für einen eigenen Kinofilm. Und da die Bandmitglieder Lordis eh in Zombie- und Monsterkostümen auftreten, sollte es natürlich ein Horrorfilm sein. Und was soll man sagen? Dark Floors wurde mit einem überraschend üppigen vier Millionen Euro Budget gedreht und sieht richtig, richtig gut aus.
Ben (Noah Huntley, 28 Days Later) bringt seine Tochter in die Klinik. Die kleine Sarah (Skye Bennett, Boy A) leidet an Autismus und muss untersucht werden. Doch Ben ist mit der Leistung der Ärzte unzufrieden und entführt seine Tochter. Schwester Emily (Dominique McElligott) will den besorgten Vater überreden, die Kleine nicht mit zu nehmen. Doch just da bleibt der Aufzug, in dem sie gerade mit drei anderen Personen sind, stecken. Als sich die Türen wieder öffnen, scheint man in einem völlig anderen Krankenhaus zu sein. Bald findet man in den verwaisten Gängen die ersten Toten. Und alles deutet auf die Anwesenheit einer bösen Macht hin…

Dark Floors hat einen gewaltigen Pluspunkt: Atmosphärisch und optisch ist der Film auf höchstem Niveau. Die Kamerafahrten und -kompositionen sind das stärkste Glied in der Kette. Dagegen sind jedoch die darstellerischen Leistungen, besonders von Noah Huntley, einfach nur fade. Der Beau wirkt wie auf Morphium, agiert tranig. Es ist geradezu eine Qual ihm länger zusehen zu müssen. Der, freundlich ausgedrückt, bedächtige Schnitt tut sein übriges. Aber auch Skye Bennett als seine Tochter kommt eher nervig denn überzeugend rüber. Der Rest des Cast schlägt sich jedoch dankenswerter Weise wacker. Leider vermögen es eine Hand voll guter Ideen nicht, den Film schlussendlich über den Durchschnitt zu heben. Dark Floors ist ein Genrefilm für Fans. Die werden jedoch auch schon besser unterhalten worden sein. Was aber auch an dem enttäuschenden Ende liegt…

Dark Floors

2006 war das Jahr der finnischen Rock Band Lordi. Man setzte sich beim Eurovision Song Contest überraschend gegen sämtliche Mitbewerber durch und hatte mit ‚Hard Rock Hallelujah‘ erstmals einen europaweiten Hit. Die Zeit war also reif für einen eigenen Kinofilm.
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