Daffy und der Wal

Daffy und der Wal

Eine Filmkritik von Verena Schmöller

Ein Klassiker - nicht nur für Kinder

25 Jahre nach seiner Premiere erscheint der kanadische Kinderfilm-Klassiker Daffy und der Wal (La grenouille et la baleine) in Deutschland neu auf DVD. 2007 erst hatte die kanadische Produktionsfirma Les Productions la Fête die Reihe Contes pour tous (Geschichten für alle), zu der der Film gehört, neu aufgelegt und damit vielen Zuschauern Kindheitserinnerungen auf die Bildschirme gezaubert. Schön, dass nun zumindest Daffy und der Wal auch hierzulande wieder auf dem Markt ist.
Der Film erzählt aus dem Leben der zwölfjährigen Daffy (Fanny Lauzier), die über einen außergewöhnlichen Hörsinn verfügt, deshalb stundenlang dem Gesang der Wale im Meer lauschen kann und immer wieder Mitmenschen wie Meeresforscher mit ihren Entdeckungen und Ideen überrascht. Daffy ist ein Kind des Meeres und liebt das große Seehotel ihres Großvaters. Ihre besten Freunde sind ein Delfin, Elvar, und ein Buckelwal namens B-Moll, den Daffy liebevoll „meine Musikprofessorin“ nennt.

Eigentlich ist alles wunderbar, wären da nicht die Geschäftsleute, die das Grundstück an der nördlichen Küste Kanadas in einen Golfplatz und ein Touristenzentrum umwandeln wollen. Großvater Hector ist drauf und dran, das Hotel und das umliegende Land zu verkaufen, als sich die Ereignisse überschlagen: Buckelwal B-Moll verfängt sich in einem Fischernetz, zwei der Gäste – Michael und Julie, die zu Freunden von Daffy geworden sind – treiben in einem Boot auf dem offenen Meer, und Daffy fällt nach erfolgreicher Rettung des Paares bewusstlos ins Wasser.

Daffy und der Wal ist ein zauberhafter Kinder- beziehungsweise Familienfilm, der Klein und Groß gleichermaßen begeistern kann. In seinen Mittelpunkt stellt er das Verhältnis von Mensch und Natur und zeigt, wie wichtig die Nähe zu seiner natürlichen Umgebung ist – nicht nur für Kinder. Wie auch in den anderen Teilen der Reihe wird das pädagogische Anliegen von Produzent Demers deutlich – er will mit seinen Filmen Werte vermitteln und – im Fall von Daffy und der Wal – ökologisches Verständnis fördern.

Was den Film jedoch – abseits seiner hehren Ziele – so wertvoll macht, ist seine Zeitlosigkeit. Der Film steckt voller faszinierender Unterwasser- und Tieraufnahmen, schöner Klänge und wird von ebenso bezaubernder Filmmusik unterlegt. Die Natürlichkeit des Dargestellten, die von den Schauspielern transportierte Fröhlichkeit und die altbewährte Dramaturgie des Kinderabenteuerfilms machen den Film zu einem Klassiker im Familienfilmregal.

Daffy und der Wal

25 Jahre nach seiner Premiere erscheint der kanadische Kinderfilm-Klassiker „Daffy und der Wal“ („La grenouille et la baleine“) in Deutschland neu auf DVD. 2007 erst hatte die kanadische Produktionsfirma Les Productions la Fête die Reihe „Contes pour tous“ („Geschichten für alle“), zu der der Film gehört, neu aufgelegt und damit vielen Zuschauern Kindheitserinnerungen auf die Bildschirme gezaubert. Schön, dass nun zumindest „Daffy und der Wal“ auch hierzulande wieder auf dem Markt ist.
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