Crossfire Trail – Der Ritt nach Hause

Crossfire Trail – Der Ritt nach Hause

Eine Filmkritik von Peter Osteried

Schön klassisch

Der Wilde Westen und Simon Wincer, das passt wie die Faust aufs Auge. Gut ein Jahrzehnt nach seiner epochalen Miniserie Lonesome Dove inszenierte er Crossfire Trail – Der Ritt nach Hause, eine Adaption eines Romans des Western-Romanciers Louis L’Amour. Für die Hauptrolle fand Wincer einen Mann, mit dem er Jahre zuvor schon einmal einen Western gemacht hatte – oder zumindest etwas in der Art. Tom Selleck und Wincer hatten schon beim Australien-Western Quigley, der Australier harmoniert.
Rafe (Tom Selleck) verspricht seinem sterbenden Freund, dass er sich um dessen Frau Anne (Virginia Madsen) und die Farm kümmern wird. Doch als er in die Stadt kommt, muss er erfahren, dass Annes Ehemann angeblich von Indianern getötet worden ist. Zudem hat Bruce Barkow (Mark Harmon) ein Auge auf die Witwe geworfen und setzt alles daran, Rafe aus der Stadt zu vertreiben. Aber so leicht gibt der Cowboy nicht auf.

Der Fernsehfilm ist ein Western klassischen Zuschnitts mit klar gestalteter Schwarzweißzeichnung. Wer hier gut und böse ist, darüber gibt es nie auch nur den geringsten Zweifel. Dafür hat man Tom Selleck, der als rauer Cowboy mit dem Herz auf dem richtigen Fleck eine ideale Figur abgibt. Er ist das Zentrum dieses Films, dessen Geschichte nur in einer Hinsicht ein bisschen zu wünschen übrig lässt. Die Zweifel von Anne an Rafe dauern viel zu lange an, so dass das Finale dann etwas überhastet erscheint.

Aber gut, dem gegenüber stehen grandiose Aufnahmen – nicht im ehemaligen Wilden Westen, sondern in Kanada gemacht –, die einmal mehr Simon Wincers wunderbares Auge fürs Detail offenbaren. Und nicht nur das, er präsentiert eine Pferdeoper, die anmutet wie ein Film aus der guten alten Zeit, mit einem Helden, der ganz in der Tradition der großen Western-Darsteller wie John Wayne steht. Ungewöhnlich ist die Figur jedoch insofern, als dass sie einerseits Beethoven kennt, andererseits Gedichte von Milton zitieren kann. Das verleiht der Figur, aber auch dem Film das gewisse Etwas, da hier ein Cowboy gezeigt wird, der zwar hart sein kann, der aber deswegen kein ignoranter Dummkopf sein muss.

Crossfire Trail – Der Ritt nach Hause ist die Art Western, wie sie heutzutage kaum noch gemacht wird.

Crossfire Trail – Der Ritt nach Hause

Der Wilde Westen und Simon Wincer, das passt wie die Faust aufs Auge. Gut ein Jahrzehnt nach seiner epochalen Miniserie „Lonesome Dove“ inszenierte er „Crossfire Trail – Der Ritt nach Hause“, eine Adaption eines Romans des Western-Romanciers Louis L’Amour. Für die Hauptrolle fand Wincer einen Mann, mit dem er Jahre zuvor schon einmal einen Western gemacht hatte – oder zumindest etwas in der Art. Tom Selleck und Wincer hatten schon beim Australien-Western „Quigley, der Australier“ harmoniert.
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