City of Violence

City of Violence

Eine Filmkritik von Jean Lüdeke

Der Sieger ist ...

Erzählt wird die Story des Heimkehrers Tae-Su (Jung Doo-hong), der wegen des Mordes an einem ehemaligen Schulfreund nach vielen Jahren in seine Heimatstadt zurückkehrt, nur um zu erkennen, dass sich die Dinge grundlegend geändert haben. Mittlerweile sind es brutale Jugendgangs, die nachts die Straßen unsicher machen, und auch Tae-Su vermutet, dass sie hinter dem Mord stecken. Gemeinsam mit einem weiteren Freund seiner Jugend - Pil Ho - macht er sich auf, den Killer zu suchen. Dass letztendlich viel mehr dahinter steckt ist wohl klar, aber dennoch verlässt der Film zu keinem Zeitpunkt die Erzählstruktur, was einerseits enttäuschen mag, da es kaum Überraschungen gibt, zugleich fühlt man sich aber auch gut aufgehoben, und kann sich so uneingeschränkt auf die optischen Schauwerte des Films konzentrieren.
Der koreanische Regisseur Ryoo Seung-wan, erst unlängst mit Arahan zu internationalem Ansehen gelangt, zelebriert die hohe Kunst der Massenstraßenschlägerei und genehmigt sich selbst dabei eine Hauptrolle in einem action-geladenen, mitunter nachgerade phantastisch anmutenden, gleichwohl bierernst gemeinten Großstadtthriller um Korruption, Stiche in Wespennester und Loyalität unter Kindheitskameraden.

Regisseur Ryoo Seung-wan, Koreas Aushängeschild in Sachen Action, überraschte sein Heimatland im Jahr 2000 mit seinem Debüt Die Bad. In Deutschland schlug Arahan ein wie eine Bombe und brachte das Publikum auf dem Fantasy Film Fest 2004 zum Staunen.

Das eigentlich aufregende an City of Violence ist die Art und Weise, wie sich die Macher ausgiebig bei hren Vorbildern bedienen. Angefangen bei den Samurai-Filmen der 50er und 60er Jahre, bis hin zu den 80er Jahre Jackie-Chan-Action-Filmen reicht die Zitate-Schwärmereien. Nicht zu vergessen, die Einflüsse des Italo-Westerns, die vor allem in der 20-minütigen Endsequenz auffallen: Manche mögen dabei an gar an Quentin Tarantinos Kill Bill denken. Fakt ist: Nicht aus Hong Kong kommen die aktuellen Martial-Arts und Action-Knaller, sondern aus Thailand und Korea.

Klares Highlight von City of Violence sind die Kämpfe. Hier zeigt es sich, dass es von Vorteil ist einen Meister der Choreographie wie Jong Doo-hong im Team zu haben. Jong ist nicht nur der beeindruckendste Martial-Arts-Choreograph Koreas, sondern auch selbst ein begnadeter Kampfkünstler. Seine Kämpfe bieten eine ungeheure Dynamik, sind stellenweise ziemlich ausgefallen und man erkennt tatsächlich auch die Kunst im Kampf, im Gegenteil zu so vielen anderen koreanischen Action-Filmen...

City of Violence

Erzählt wird die Story des Heimkehrers Tae-Su (Jung Doo-hong), der wegen des Mordes an einem ehemaligen Schulfreund nach vielen Jahren in seine Heimatstadt zurückkehrt.
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