Charlie Chan Collection - Teil 3 (Special Edition)

Charlie Chan Collection - Teil 3 (Special Edition)

Eine Filmkritik von Peter Osteried

Der Meisterdetektiv ermittelt wieder

Die dritte Box mit vier weiteren Teilen der Charlie Chan-Reihe wartet mit Filmen aus den Jahren 1936 bis 1937 auf. Enthalten sind hier ein paar echte Highlights, vor allem Charlie Chan in der Oper, in dem der Detektiv auf Boris Karloff trifft.
Charlie Chan in der Oper entstand im Jahr 1936. Chan ermittelt wegen eines Doppelmords in einem Opernhaus. Eine Diva und ihr Liebhaber wurden tot aufgefunden. Der Hauptverdächtige ist Opernstar Gravelle. Der wird von Boris Karloff gespielt, der hier nicht selbst sang, aber dafür eine elektrisierende Darstellung ablieferte. Dies ist ein perfekter Charlie Chan-Film, für den sogar extra die Kurzoper Carnival geschrieben wurde.

Charlie Chan bei den olympischen Spielen (1937) zeigt den Ermittler, wie er während der Olympischen Spiele in Berlin nach Spionen sucht, die eine geheime Maschine gestohlen und einen Mord begangen haben. Sein Sohn ist als Athlet dort, der entführt wird, weswegen Chan sich entscheiden muss: Sein Sohn oder die Sicherheit seines Landes. Gedreht wurde der Film nicht in Berlin, das Thema der Olympischen Spiele war aber noch aktuell.

Charlie Chan am Broadway aus dem Jahr 1937 erzählt, wie der Detektiv aktiv werden muss, um einen Verdacht gegen seinen Sohn auszuräumen, den die Polizei mit Mafiageschäften in Verbindung bringt. Während der Fall nicht weiter ungewöhnlich ist, ist die persönliche Anteilnahme von Charlie Chan eine Abwechslung. Kurios übrigens: Lon Chaney Jr. absolviert einen Cameo-Auftritt, und zwar in der Szene, als Joan Marsh das Gebäude betritt.

Charlie Chan in Monte Carlo entstand 1937. Charlie Chan und sein Sohn machen Urlaub an der Riviera. Dort geschieht ein Mord und eine Million Dollar wird gestohlen. Dies ist keiner der besseren Filme der Reihe, aber kompetent umgesetzt. Interessant ist er aber vor allem deswegen, weil es der 16. und letzte Film der Reihe mit Warner Oland ist. Die Reihe wurde im nächsten Jahr fortgesetzt, mit Sidney Toler in der Hauptrolle, der Charlie Chan bis 1946 spielte. Von 1947 bis 1949 schlüpfte Roland Winters in die Rolle.

Die Bonusausstattung ist erneut phantastisch. Auf jeder DVD ist etwas geboten. Bei Charlie Chan in der Oper gibt es die Featurette „Charlie Chan Regisseur: H. Bruce Humberstone“ (23 Minuten). Humberstone inszenierte vier Charlie Chan-Filme, war aber nicht nur für B-Filme verantwortlich. Er drehte auch große Musicals und war in den 1950er Jahren für zwei Tarzan-Filme mit Gordon Scott verantwortlich. Die Featurette, in der auch seine Tochter zu Wort kommt, gibt zudem Aufschluss, wo Humberstone seinen Spitznamen „Lucky“ herbekam. Charlie Chan bei den olympischen Spielen wartet mit der Featurette „Layne Tom Jr.: Die Abenteuer von Charlie Chan“ (12 Minuten) auf. Er spielt den jüngsten Sohn von Charlie Chan und erinnert sich, wie die Arbeit mit Warner Oland war.

Gleich zwei Featurettes gibt es bei Charlie Chan am Broadway. Kurz ist „Die Aphorismen des Charlie Chan“ (5 Minuten), weit umfangreicher gestaltet sich jedoch „Die Welt des Charlie Chan“ (34 Minuten). Hier geht es darum, dass der Reiz der Reihe auch darin lag, dass das Studio den Detektiv rund um den Globus schickte. Das war in den 1930er Jahren noch weit aufregender, da die Leute weit weniger über die Welt wussten, und die Chance, selbst diese Orte zu besuchen, so gut wie nie hatten. Charlie Chan in Monte Carlo enthält die Featurette „Charlie Chan – Die letzten Tage des Warner Oland“ (17 Minuten). Dem Titel zum Trotz geht es hier nicht nur um die letzten Tage des Schauspielers, auch seine Karriere mit dem Wechsel vom Stumm- zum Tonfilm wird hier gewürdigt. Alle DVDs haben zudem ausführliche Bildergalerien zu bieten.

Charlie Chan Collection - Teil 3 (Special Edition)

Die dritte Box mit vier weiteren Teilen der „Charlie Chan“-Reihe wartet mit Filmen aus den Jahren 1936 bis 1937 auf. Enthalten sind hier ein paar echte Highlights, vor allem „Charlie Chan in der Oper“, in dem der Detektiv auf Boris Karloff trifft.
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