Canaris

Canaris

Eine Filmkritik von Renatus Töpke

Spannender Thriller vor realem Hintergrund

Ein weniger bekanntes Attentat auf Adolf Hitler liegt dem Kriegsdrama Canaris zugrunde. Doch weniger bekannt heißt nicht weniger unterhaltsam. Wer sich für das 2004er Drama Stauffenberg erwärmen konnte, dürfte mit dem nicht minder guten Canaris bestens bedient sein.
Wir schreiben das Jahr 1938 und Admiral Wilhelm Canaris sieht die Bedrohung und wahren Absichten seines Führers mit zunehmender Besorgnis. Als er nicht weiter tatenlos zusehen kann, wie das Schreckensregime immer mehr Opfer fordert, beschließt er zu handeln. Mit der Verschwörung Hochrangiger gegen den Führer im Rücken, plant Canaris ein Sprengstoffattentat und führt es auch aus. Doch wie später bei Stauffenbergs Anschlag, überlebt Hitler wie durch ein Wunder. Canaris muss untertauchen, wenn er nicht hingerichtet werden will.

Historisch nicht sklavisch korrekt, überzeugt Canaris vor allem durch die straffe Inszenierung von Regisseur Alfred Weidenmann (Buddenbrooks) und dem großartigen Spiel der Schauspielgrößen O. E. Hasse (08/15, Lulu) und Martin Held (Nasser Asphalt, Rosen für den Staatsanwalt). Niemals kommt Langeweile auf, die Kamera bleibt nah am Geschehen und hält fasst dokumentarisch die Ereignisse fest. Spannend bis zum Schluss ist Canaris ein Plädoyer für Mut und Menschlichkeit. Dass die Handlung in einer Welt spielt, die längst dem Untergang geweiht ist, unterstreicht nur, wie wichtig es war und ist, dass man aufsteht und sich wehrt.

Canaris

Ein weniger bekanntes Attentat auf Adolf Hitler liegt dem Kriegsdrama Canaris zugrunde. Doch weniger bekannt heißt nicht weniger unterhaltsam.
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