Caedes - Die Lichtung des Todes

Caedes - Die Lichtung des Todes

Eine Filmkritik von Peter Osteried

Zombies in Oberbayern

Wenn ein Lagerplatz schon mit den Worten "Happy Camping" lockt, dann kann da am Ende nur Blut, Geschrei und Tod herauskommen. Im Idealfall in einer spannenden oder witzigen Melange, die kurzweilig dazu einlädt, beim Zombie-Schnetzeln zu verweilen. So haben sich das die Macher von Caedes – Die Lichtung des Todes wohl vorgestellt. Dieses Studentenprojekt aus Oberbayern leidet jedoch an so ziemlich allem, vor allem aber an stocksteif dargebotenen Dialogen.
Ein paar Freunde wollen feiern, abhängen, vielleicht auch eine Frau klarmachen, als sie sich zu einem Camping-Platz mitten im Wald begeben. So sehr im Wald, dass nicht mal mehr Handy-Empfang vorhanden ist. Alles fängt an wie erwartet: Alkohol und gute Laune. Aber am nächsten Tag verwandelt sich einer der Happy Campers in einen Zombie. Wo einer ist, da sind auch viele, so dass sich die jungen Burschen ihrer Haut erwehren und das Lager fortifizieren müssen. Denn eine Flucht aus dem Wald ist unmöglich.

Eine "rabenschwarze Horror-Comedy" will der Verleih Tiberius in dem Werk erkannt haben, oder das zumindest dem Zuschauer weismachen wollen. Tatsächlich ist das im wahrsten Sinne des Wortes ein Wald- und Wiesenfilm, bei dem es nur um eines geht: handgemachte Splatter-Effekte. Die sehen ganz passabel aus, mehr aber auch nicht. Eingebettet sind sie in eine wirre Geschichte, in der viel zu junge Protagonisten als KSK-Kämpfer Köpfe einschlagen und die Versuche, sowohl Situations- als auch Dialog-Komik aufkommen zu lassen, allesamt nach hinten losgehen.

Caedes – Die Lichtung des Todes telegraphiert praktisch, wann man lachen soll. Allein, es mag sich kein Lachen einstellen, noch nicht mal ein Schmunzeln, hier und da vielleicht ein müdes Lächeln. Mehr ist aber beim besten Willen nicht drin. Einerseits, weil die Dialoge wirklich mau sind, andererseits, weil die Darstellungen mehrheitlich extrem hölzern daherkommen.

Eine holprige Erzählstruktur hätte man noch ertragen können, es sind aber die seelenlosen Darbietungen, die völlig verhindern, dass man auch nur halbwegs Zugang zur Geschichte findet. Dem einen oder anderen der Mimen dürfte es wohl auch schwer gefallen sein, Hochdeutsch zu sprechen. Und wenn Mundart durchkommt – so auch bei einer österreichischen Figur – dann wirkt das auch nur bedingt authentisch. Tatsächlich hat man vielmehr ständig das Gefühl, dass analog zu den Horror-Amateurfilmen der 1980er Jahre eben Freunde und Verwandte herhalten mussten, egal, wie gut oder schlecht sie auch sein mögen.

Am Ende ist Caedes – Die Lichtung des Todes einfach nur eins: unglaublich langweilig. Sollte man sich doch an diesen Film erinnern, dann nur wegen eines kurzen Moments, der im Grunde viel zu originell für einen Film wie diesen ist. Aber immerhin, als Fußnote der Zombie-Film-Historie ist Caedes – Die Lichtung des Todes die erste Genre-Produktion mit einem vegetarischen Zombie...

Caedes - Die Lichtung des Todes

Wenn ein Lagerplatz schon mit den Worten "Happy Camping" lockt, dann kann da am Ende nur Blut, Geschrei und Tod herauskommen. Im Idealfall in einer spannenden oder witzigen Melange, die kurzweilig dazu einlädt, beim Zombie-Schnetzeln zu verweilen. So haben sich das die Macher von "Caedes – Die Lichtung des Todes" wohl vorgestellt. Dieses Studentenprojekt aus Oberbayern leidet jedoch an so ziemlich allem, vor allem aber an stocksteif dargebotenen Dialogen.
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Caedes - Die Lichtung des Todes von Slavko Spionjak
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Leserbewertung
von 5 bei Bewertungen
Titel
Caedes - Die Lichtung des Todes
Zombies in Oberbayern
FSK
18

Daten und Fakten

Produktionsland
DVD
Veröffentlichung
Spielzeit DVD
89 Min
Bildformat
16:9 - 1.78:1
Sprache(n) & Ton
Deutsch (Dolby Digital 5.1/dts)
Extras
Making of, Trailer
DVD-Vertrieb
Blu-Ray
VoD & Streaming
TV

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