Bloodsuckers

Bloodsuckers

Eine Filmkritik von Renatus Töpke

Mit Liebe zum Detail

Mit deutlichen Anleihen bei den John Carpenter-Filmen Vampire und Ghosts Of Mars bietet diese Billigproduktion erstaunlich gute – und blutige — Unterhaltung.
Die Ressourcen der Erde sind aufgebraucht. Um neue Abbaugebiete zu erschließen, schickt ein Großkonzern Spähtrupps durchs Weltall. Etwaige Störenfrieden werden von Söldnertrupps aufgespürt und ausgemerzt. Auf einem der ‚zum Abbau freigegebenen’ Planeten trifft ein Söldnertrupp vom Raumschiff Heironymus dann auch tatsächlich auf die titelgebenden Vampire, genannt Vorhees. Die Söldner-Jungs und Söldner-Mädchen werden in eine Falle gelockt bei einigen blutigen Gefechten stark dezimiert…

Juhu, Bloodsuckers nervt nicht so stark, wie anfangs befürchtet. Auch hält der Film glücklicherweise nicht, was das Cover verspricht. Hier wird solide B-Movie-Ware feilgeboten, die Effekte sind durchweg auf anständigem Niveau und die Story hat tatsächlich mehr Wendungen und Überraschungen, als die übliche Genrekost. Allein die Namen der Vampire und der anderen Bösewichter (Leatherface) sagen schon eine Menge. Hier waren Fans am Werk. Für Unwissende: Jason Vorhees ist der Name des Killers in den Freitag der 13.-Filmen und Leatherface ist bekannt aus dem Texas Kettensägen-Massaker.

Der gesamte Figurenkosmos ist mit Liebe zum Detail ersonnen, inklusiver der üblichen Reibereien untereinander. Die herausgerissenen Gliedmaße und Verstümmelungen müssen sich nicht vor Big Budget-Nummern wie Starship Troopers oder dem Dawn Of The Dead-Remake verstecken. Ein Manko ist die etwas altbackene und statische Kameraführung. Hier wäre mehr… ähem, mehr gewesen. Da kann der Schnitt noch so hip und MTV-mäßig sein. Auch die CGI-Raumschiffe wurden im Dunkeln gelassen, um das schmale Budget von rund 1,7 Millionen zu kaschieren.

Outer Limits-Regisseur Matthew Hastings hat größtenteils unbekannte Darsteller um sich versammelt. Einzig Michael Ironside dürfte einem breiteren Publikum bekannt sein.

Bloodsuckers

Mit deutlichen Anleihen bei den John Carpenter-Filmen Vampire und Ghosts Of Mars bietet diese Billigproduktion erstaunlich gute – und blutige — Unterhaltung.
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