Black Cadillac

Black Cadillac

Eine Filmkritik von Renatus Töpke

Schöne Grüße von Christine

Black Cadillac, auf den ersten Blick ein kleines B-Picture mit einem B-Promi (Randy Quaid, Bruder von Dennis und bekannt aus Goyas Geister und Brokeback Mountain), ist doch besser als man es bei dem reißerischen Cover erwartet. Der Film macht Spaß, hat Tempo und eine gute Besetzung.
Die drei Freunde Scott, Robby und C.J. wollen noch mal richtig einen drauf machen, bevor C.J. für drei Jahre die Weltmeere befährt und Scott nach Yale geht. Robby, der zu seinem Bruder Scott aufblickt und alles für ihn tun würde, ist irgendwie als Anhängsel dabei und genießt genau das. Nach einer kleinen Schlägerei in einem Pub in der Pampa, macht man sich zur letzten gemeinsamen Etappe auf. Im verschneiten Wald liest man noch Cop Charlie (Quaid) auf, der mit seinem Wagen liegen geblieben ist. Charlie entpuppt sich als umgänglicher Typ und man wird schnell miteinander warm. Doch dann beginnen die Probleme: Der titelgebende schwarze Cadillac nimmt die Verfolgung der Vier auf. Als man einen kurzen Stopp einlegt, findet man kurz darauf ins Eis auf der Frontscheibe gekratzt die Botschaft „Eure Sünden werden euch finden“. Wer ist gemeint? Was für Sünden? Als die drei Freunde Charlie nach einem Streit aus dem Auto werfen, wird dieser von den Insassen des Cadillacs kaltblütig hingerichtet. In den finsteren, verschneiten Wäldern beginnt nun erst recht ein Kampf ums nackte Überleben.

Eine Genreperle ist Black Cadillac, jawohl. Man hat die ganze Zeit das Gefühl, der Geist Stephen Kings schwebe über dem Film. Klar, Ähnlichkeiten zu Spielbergs Duell und Carpenters Christine sind nicht zu übersehen, doch was besonders auffällt: Drehbuchautor Will Aldis (Avenging Angelo) kopiert, wie er im erfreulich unprätentiösen Making of selbst bestätigt, schamlos den Weißen Hai. Macht aber nichts, Black Cadillac hat genug eigene Ideen und vor allem Speed, um zu bestehen. Die Charaktere sind glaubhaft, die Verfolgungsjagden halsbrecherisch und rasant. Kaum zu glauben, dass sämtlicher Schnee unecht ist. Black Cadillac funktioniert so gut, dass man gerne Logikfehler wie ein defektes Auto, das plötzlich wieder fährt und einen offenen Bruch der nur leichtes Humpeln verursacht, verzeiht. Ja, ja, auf dem Land bringt man dich um.

Black Cadillac

Black Cadillac, auf den ersten Blick ein kleines B-Picture mit einem B-Promi (Randy Quaid, Bruder von Dennis und bekannt aus Goyas Geister und Brokeback Mountain), ist doch besser als man es bei dem reißerischen Cover erwartet.
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