Bitter Moon

Bitter Moon

Eine Filmkritik von Joachim Kurz

Anaylse eines ehelichen Machtkampfes

Nach sieben Jahren ist die Ehe von Nigel (Hugh Grant) und Fiona (Kristin Scott Thomas) öde und langweilig geworden. Um die Beziehung wieder aufzufrischen, unternehmen die beiden eine Kreuzfahrt in Richtung Istanbul. Auf dem Schiff lernen die zugeknöpften Engländer ein merkwürdiges Paar kennen – die schöne, aber unglückliche Französin Mimi (Emmanuelle Seigner) und ihren Ehemann Oscar (Peter Coyote), einen erfolglosen Schriftsteller, der seit einem Unfall im Rollstuhl sitzt. Der Querschnittsgelähmte spürt sofort, dass Nigel sich für Mimi interessiert, und so beginnt er jenem von seiner Beziehung zu berichten: Anfangs war es Liebe auf den ersten Blick, als Mimi und Oscar sich begegneten, doch mit der Zeit schlich sich Langeweile und Überdruss ein, so dass Oscar sich in neue Affären stürzte. Nach einem Verkehrsunfall, durch den Oscar von der Hüfte abwärts gelähmt ist, ist er jedoch auf Mimi angewiesen – ein Zustand, der der Beziehung nicht gut tut, da seitdem Machtkämpfe und gegenseitige Demütigungen das Verhältnis prägen. Anfangs nur Zuschauer, werden schließlich auch Nigel und Fiona immer mehr in die Machtspiele des Paares hineingezogen…

Mit Bitter Moon kehrt der 1933 in Polen geborene Regisseur Roman Polanski wieder zu den Themen seines ersten Spielfilms Das Messer im Wasser / Nóż w wodzie zurück, der zerstörerischen und destruktiven Kraft der Liebe. Bei den Kritikern wenig gelitten, ist sein 1992 entstandener Film möglicherweise einer der am meisten unterschätzten Filme der Neunziger und die schonungslose Analyse einer von Dominanz und Unterwerfung geprägten Amour fou.
 

Bitter Moon

Nach sieben Jahren ist die Ehe von Nigel (Hugh Grant) und Fiona (Kristin Scott Thomas) öde und langweilig geworden. Um die Beziehung wieder aufzufrischen, unternehmen die beiden eine Kreuzfahrt in Richtung Istanbul.

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