Bis das Blut gefriert

Bis das Blut gefriert

Eine Filmkritik von Marie Anderson

Montag, 15. April 2013, ARTE, 20:15 Uhr

"Hill House" lautet der idyllische Name eines wunderschönen ländlichen Anwesens in Neuengland, doch die Geschichte dieses gruseligen Gebäudes nimmt sich wenig harmonisch aus, sondern wimmelt vielmehr von seltsam anmutenden Todesfällen. Aus diesem Grunde mietet sich der Parapsychologe Dr. John Markway (Richard Johnson) gemeinsam mit drei "Testpersonen" dort ein, durch deren Anwesenheit er sich den Schlüssel zu einer anderen Welt jenseits der gewöhnlichen Gegenwart erhofft und die nicht unterschiedlicher sein könnten: Die vereinsamt und verhuscht wirkende Eleanor "Nelly" Lance (Julie Harris) hat während ihrer Kindheit ausführliche Bekanntschaft mit so genannten Polterphänomenen gemacht, die selbstsicher auftretende Theodora (Claire Bloom) verfügt offensichtlich über außerordentliche spirituelle, hellsichtige Fähigkeiten und der nüchterne, spöttische Luke Sanderson (Russ Tamblyn), der Sohn der Besitzerin von Hill House, hat keinerlei Hang zu paranormalen Betrachtungen. Doch der Aufenthalt dieser kleinen Gruppe in dem geheimnisvollen Haus, zu welcher sich später noch Markways Frau Grace (Lois Maxwell) gesellt, weist rasch Anzeichen dafür auf, dass hier tatsächlich unerklärliche Kräfte am Werk sind ...
Der markante Einsatz von Licht und Schatten, eine filigrane Kameraführung und effektvoll installierte Klangelemente bilden den formalen Rahmen für den subtilen, mit den Imaginationen des Zuschauers spielenden Horror von Bis das Blut gefriert, dessen deutscher Titel anschaulich die unmittelbare Spannungswirkung dieses Films von Robert Wise aus dem Jahre 1963 beschreibt, der auf dem Roman Spuk in Hill House / The Haunting of Hill House von Shirley Jackson basiert. Durch scheinbar banale, doch raffiniert inszenierte Geräusche und Bewegungen – ob sie nun vom Haus selbst oder darin vagabundierenden Geistern ausgehen – werden die Erwartungen des Publikums derart geschickt mit seinen eigenen Erfahrungen unheimlicher Begebenheiten in Verbindung gebracht, dass sich ein massiver Grusel einstellt, der an die undurchdringlichen, doch letztlich ungefährlichen Dunkelheiten aus Kindertagen erinnert. In dieser schlicht-schaurigen, doch erheblich berührenden Machart stellt Bis das Blut gefriert einen altmodischen Gruselfilm dar, der seinerzeit für einen Golden Globe nominiert war und auch heute noch durch seine intensive, Furcht erregende Atmosphäre zu überzeugen weiß.

Bis das Blut gefriert

"Hill House" lautet der idyllische Name eines wunderschönen ländlichen Anwesens in Neuengland, doch die Geschichte dieses gruseligen Gebäudes nimmt sich wenig harmonisch aus, sondern wimmelt vielmehr von seltsam anmutenden Todesfällen. Aus diesem Grunde mietet sich der Parapsychologe Dr. John Markway (Richard Johnson) gemeinsam mit drei "Testpersonen" dort ein, durch deren Anwesenheit er sich den Schlüssel zu einer anderen Welt jenseits der gewöhnlichen Gegenwart erhofft und die nicht unterschiedlicher sein könnten:
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