Below

Below

Eine Filmkritik von Marie Anderson

Spuk an Bord

Drei Briten, darunter eine Frau – diese knappe Information breitet sich einer unheilvollen Sensation gleich unter der Crew des US-amerikanischen U-Boots Tiger Shark aus, das während des Zweiten Weltkriegs den Atlantik durchkreuzt und gerade den Auftrag ausführt, die Überlebenden eines versenkten Lazarettschiffs zu bergen. Der Aberglaube, dass ein weibliches Wesen an Bord Unglück mit sich bringe, herrscht offensichtlich auch hier vor, wird allerdings mit einem flapsigen Spruch über den positiven Effekt dieser ungewöhnlichen Anwesenheit auf die Körperhygiene der durchweg männlichen Mannschaft hinfortgescherzt. Doch in der Tat wird das U-Boot bald darauf von einer ganzen Serie höchst unglücklicher, bedrohlicher Umstände heimgesucht, was jedoch nicht an der Krankenschwester Claire (Olivia Williams) liegt, die im Gegenteil gemeinsam mit dem smarten Odell (Matthew Davis) darum bemüht ist aufzuklären, wodurch die missliche Lage verursacht wurde. Denn nicht nur ein Leck und zahlreiche andere Störungen machen dem U-Boot zu schaffen, dessen Besatzung sich durch tödliche "Unfälle" minimiert, sondern auch mysteriöse Anzeichen eines unbarmherzigen Spuks häufen sich, der die Geister der Seeleute gehörig aufmischt ...
Below von David Twohy aus dem Jahre 2002, an dessen Drehbuch auch der US-amerikanische Filmemacher Darren Aronofsky mitwirkte, stellt solide, gruselige Unterhaltung dar, deren Spannung von der unentrinnbaren Extemsituation in der Enge des U-Boots lebt. Einer thrillerhaften Detektivgeschichte gleich wird ein vertuschtes, unehrenhaftes Geheimnis allmählich aufgeklärt, während die Crew am Rande des Wahnsinns um ihr Überleben kämpft. Der Film präsentiert seine komplexen Hintergründe eingebettet in die sozialen Unruhen an Bord, deren Protagonisten allerdings durchweg ein wenig blass erscheinen und das Potenzial eines wahren Psychodramas überwiegend ungenutzt lassen. Dennoch besticht Below durch seine dichte, zugespitzte Atmosphäre des Unbehagens, Misstrauens und schließlich Grauens, dessen stets erneut genährte Intensität ein permanentes Mitfiebern um das Schicksal der Tiger Shark und ihrer "Insassen" gewährleistet. Die Auflösung der nebulösen Ereignisse um das versenkte Lazarettschiff durch die engagierte Krankenschwester mündet in ein kämpferisches Finale, bei dem es um Rettung oder Untergang geht, und hier kommt noch einmal die unterschwellige Rolle des mächtigen Ozeans zum Tragen, der das gesamte Szenario als Urgewalt umgibt.

Below

Drei Briten, darunter eine Frau – diese knappe Information breitet sich einer unheilvollen Sensation gleich unter der Crew des US-amerikanischen U-Boots "Tiger Shark" aus, das während des Zweiten Weltkriegs den Atlantik durchkreuzt und gerade den Auftrag ausführt, die Überlebenden eines versenkten Lazarettschiffs zu bergen. Der Aberglaube, dass ein weibliches Wesen an Bord Unglück mit sich bringe, herrscht offensichtlich auch hier vor, wird allerdings mit einem flapsigen Spruch über den positiven Effekt dieser ungewöhnlichen Anwesenheit auf die Körperhygiene der durchweg männlichen Mannschaft hinfortgescherzt.
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