Bad Brains

Bad Brains

Eine Filmkritik von Jean Lüdeke

Splatter à la Italia

Ivan Zuccon, bekannt durch Armee des Jenseits, liefert mit dieser B-Movie-Produktion einen düsteren Film, den man als einen Mix aus Terror, Splatter- und Psychothriller bezeichnen könnte, wobei sich der Gore-Gehalt noch in Grenzen hält.
Italiens Antwort auf Andreas Schnaas und Olaf Ittenbach, begnügt sich nicht damit, eine ärmliche Anhäufung platter Garagen-Splatter-Klischees darzubieten, sondern zerlegt seine bizarr ausgeleuchtete Schlachtplatte auch noch in durcheinander gewürfelte Traumszenen, Andeutungen, Rückblenden, Film-im-Film-Clips und Blitzschnittmassaker. Das gestaltet die Rezeption nicht gerade leicht, trägt aber wohlgefällig zum tristen Ambiente bei.

Sie verschleppen ihre Opfer in ein abgelegenes Gemäuer, treiben grausame Spiele mit ihnen und ermorden sie. Das Leben der beiden Suchenden ist seit frühster Kindheit von Gewalt geprägt. Die Erinnerung zwingt sie immer wieder, sich mit ihren Gewalttaten auseinander zusetzten. Dabei hilft ihnen eine Videokamera, die bei den Folterungen stets mitläuft. Doch Davide (Emanuele Cerman) und Alice (Valeria Sannino) sind keine Natural Born Killers: Sie töten nicht aus purer Lust, sie suchen in ihren Opfern nach inneren Werten — mit Messer und Beil. Noch haben sie nicht gefunden, was sie begehren. Als ihnen Mirco (Matteo Tosi) in die Hände fällt, geraten die Killer in den Bann des Fremden. Er kennt sie besser, als sie denken.

Einen Horror-Streifen wie Bad Brains zu bewerten fällt immer mehr als schwer. Zum einen verwendet der Regisseur sehr viele, vor allem farbliche, Stilmittel und zum anderen sind sowohl Atmosphäre als auch die Aufmachung des Films eindeutig Geschmackssache. Fans neoveristischer. italienischer Independent-Produktionen können sich Bad Brains jedoch bedenkenlos antun.

Bad Brains

Ivan Zuccon, bekannt durch Armee des Jenseits, liefert mit dieser B-Movie-Produktion einen düsteren Film, den man als einen Mix aus Terror, Splatter- und Psychothriller bezeichnen könnte, wobei sich der Gore-Gehalt in Grenzen hält.
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