Back to Gaya

Back to Gaya

Hollywood in Hannover?

Nach Erfolgen wie Findet Nemo oder Shrek befindet sich der 3-D-Animationsfilm auf der Überholspur und zieht die Massen ins Kino. So weit, so gut, könnte man denken, denn im Normalfall kommen die Produktionen ja aus den USA, werden von Disney oder Pixar produziert und mit großem Tamtam ins Kino gebracht und tangieren die Leserschaft von Kino-Zeit.de nur extrem peripher. Nun allerdings wollen auch wir uns aus gegebenem Anlass mit dem Phänomen beschäftigen, denn am Donnerstag kommt der erste komplett computeranimierte Kinofilm aus heimischer Provenienz in die deutschen Kinos – Back to Gaya. Verantwortlich hierfür zeichnet das Filmstudio Ambient Entertainment mit Sitz in Hannover, bislang nicht gerade die erste Adresse, wenn es um Kassenschlager an den Kinokassen ging. Doch die Leistungsschau deutscher Animationsschmieden ist definitiv gelungen und steht zumindest visuell den US-amerikanischen Filmen in nichts nach.

Der Ort der Handlung Gaya ist die virtuelle Welt einer Fernsehserie, die von dem genialen Erfinder Albert Drollinger kreiert wurde und die es auf mittlerweile 234 Folgen gebracht hat. Doch die heile Welt von Gaya ist bedroht, denn immer wieder suchen Katastrophen den beschaulichen farbenfrohen Ort auf der Mattscheibe heim, die nicht im Sinne es Erfinders sind. Diese sind das Werk des finsteren Professors N. Icely, der sich von Drollinger aus dem Fernsehen verdrängt fühlt und sich deshalb an ihm rächen will.

Icely gelingt es, ein Portal zwischen der fiktiven Fernsehwelt von Gaya und der realen aufzubauen, mit dessen Hilfe er mühelos hin- und herswitchen kann. Als er schließlich den Dalamit, einen mächtiger Stein, der Gaya am Leben erhält, stiehlt, scheint das Ende von Gaya besiegelt. Doch der finstere Schurke hat die Rechnung ohne Zino, Buu und Alanta gemacht, die wild entschlossen sind, den Stein aus der realen Welt zurückzuholen – ungeachtet der Gefahren, die dort auf sie lauern…

Was auf den ersten Blick wie eine Comic-Version von The Matrix und Indiana Jones klingt, ist ein nettes, und einigermaßen spannendes Abenteuer für die ganze Familie. Gelungen ist die Charakterzeichnung der Protagonisten und die liebevolle und detailreiche Darstellung der Welt der Gayaner. Ein eigener Touch, etwas spezifisch Europäisches in der Geschichte oder im Design allerdings kann man nicht ausmachen, doch das war wahrscheinlich auch gar nicht gefragt. Eher schon um eine Demonstration der eigenen Wettbewerbsfähigkeit im globalisierten Markt der Animationsabenteuer. Schade irgendwie…

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Nach Erfolgen wie [b]Findet Nemo[/b] oder [b]Shrek[/b] befindet sich der 3-D-Animationsfilm auf der Überholspur und zieht die Massen ins Kino.

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