Attack of the Yakuza

Attack of the Yakuza

Eine Filmkritik von Peter Osteried

Überdrehter Haudrauf-Film

Die Vergangenheit holt einen immer wieder ein, besonders dann, wenn man Dinge getan hat, auf die man nicht stolz ist. Das ist auch das bestimmende Element von Attack of the Yakuza, den man als Hyper-Action-Version von "A History of Violence" beschreiben könnte. Geredet wird kaum, dafür aber kräftig draufgehauen. Kaum zu glauben, dass die Kombattanten das Schlag-Stakkato unbeschadet überstehen, aber Realismus ist bei einem Martial-Arts-Streifen wohl ganz und gar unnötig.
Jack und Lisa leben auf einer einsamen, abgeschiedenen Farm. Dreimal sind sie in den letzten zwei Jahren umgezogen. Dafür gibt es einen guten Grund: Jacks Vergangenheit, die er seiner Frau verschwiegen hat. Eines Tages werden sie von mehreren maskierten Männern angegriffen. Jack erweist sich als fähiger Kämpfer und setzt alles daran, seine Frau zu schützen, aber die muss sich inmitten des brutalen Handgemenges Fragen, ob sie ihren Mann überhaupt kennt.

Attack of the Yakuza ist ein zweischneidiges Schwert. Die Geschichte ist nicht nur altbekannt, das Skript ergeht sich ganz und gar im Abarbeiten aller gängigen Klischees. Die schauspielerischen Leistungen sind durchwachsen, besonders übel agieren die maskierten Angreifer. Aber: Der Film punktet dort, wo es bei einem Martial-Arts-Streifen wirklich ankommt. Die Action-Choreographie ist umwerfend. Manchmal zuckt man ob der Schlagkombinationen zusammen, weil der Schmerz spürbar ist – und das für den Zuschauer mehr als für die Handlungsträger. Denn die hauen sich Stundenlang windelweich, das recht ergebnislos, dafür herrlich übertrieben. Bis es dann opportun ist, dass der Held einen Gegner ein für allemal ausschaltet.

Inhaltlich vermag der Film nicht zu überzeugen, die schauspielerischen Leistungen sind durchwachsen, der Action-Overkill im Versus-Stil weiß aber zu gefallen, wenn man ein Faible für nicht enden wollende Kampf-Kaskaden hat.

Attack of the Yakuza

Die Vergangenheit holt einen immer wieder ein, besonders dann, wenn man Dinge getan hat, auf die man nicht stolz ist. Das ist auch das bestimmende Element von "Attack of the Yakuza", den man als Hyper-Action-Version von "A History of Violence" beschreiben könnte.
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