Area 407

Area 407

Eine Filmkritik von Peter Osteried

Ein Film zum schwindlig werden

„Der Twist am Ende lässt einen atemlos zurück“, steht auf dem Cover. Wer weiß, vielleicht stimmt das sogar, aber da man auf dem Cover selbst schon sieht, mit welchem Monster es die Überlebenden zu tun bekommen ist die Überraschung keine mehr. Das ist umso dümmer, wenn der Twist alles ist, womit der Film punkten kann.
Ein Flugzeug, das auf dem Weg nach Los Angeles ist, stürzt irgendwo im Nirgendwo ab. Nur wenige Menschen überleben, aber das könnte sich schnell ändern. Denn im Dunkel der Nacht lauert ein Monster auf die Passagiere. Es ist hungrig, es ist mordgierig und es wird nicht stoppen, bevor alle tot sind. So wäre es zumindest, wenn der Film spannender wäre, wenn das praktisch nicht vorhandene Skript durchdachter wäre, wenn der Regisseur eine Ahnung davon hätte, wie man Horror in Szene setzt.

An fünf Tagen gedreht und in den Dialogen improvisiert, ist Area 407 ein Found-Footage-Film. Ein vorteilhaftes Format, wenn man keine Ahnung hat, wie man Szenen ausleuchten oder eine Kamera halten soll. Unzulänglichkeiten lassen sich leichter verbergen, weil im wilden Geruckel ohnehin kaum etwas zu erkennen ist. Und da alles um die Überlebenden herum stockfinster ist, braucht man noch nicht mal Effekte für das Monster (abgesehen von der letzten Sekunde). Echte Filmemacher – solche, die ihr Handwerk verstehen – können aus dem Format etwas herausholen, das Duo, das hinter Area 407 steht, hat jedoch im Grunde keine Ahnung, was es eigentlich tun soll. Damit geht es einher mit dem Autor, der Figuren entwickelt hat, die dem Zuschauer vollkommen egal sind. Im Gegenteil, manche sind mit ihrer ewigen Kreischerei derart nervig, dass man ihnen einen flotten Abgang wünscht (und enttäuscht wird).

Wie so oft bei diesem Format: Die letzten paar Sekunden sind gut, sie sollten der eigentliche Film sein. Aber natürlich ist es viel günstiger, ein paar Leute durch die dunkle Nacht zu scheuchen und nichtige Dialoge aufsagen zu lassen.

Area 407

„Der Twist am Ende lässt einen atemlos zurück“, steht auf dem Cover. Wer weiß, vielleicht stimmt das sogar, aber da man auf dem Cover selbst schon sieht, mit welchem Monster es die Überlebenden zu tun bekommen ist die Überraschung keine mehr. Das ist umso dümmer, wenn der Twist alles ist, womit der Film punkten kann.
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