Against the Sun

Against the Sun

Eine Filmkritik von Peter Osteried

Auf hoher See

Mit wahren Geschichten ist es immer so eine Sache. Wie nahe will man an der Wahrheit bleiben, wie weit muss man sich um der Dramatik willen entfernen? Wie es wirklich wahr, wissen ohnehin nur drei Menschen, die allesamt nicht mehr leben. Die Dramatisierung des für sie traumatischen Ereignisses ist gut, aber auch reichlich unaufgeregt.
Drei Piloten des US-Militärs stürzen im Jahr 1942 über dem Pazifik ab. Sie können sich auf ein kleines Rettungsboot retten, sind aber weit abgetrieben und werden von den Suchmannschaften nicht mehr aufgefunden. Für die drei Soldaten beginnt ein Kampf ums Überleben. Die sengende Sonne und der Mangel an Nahrung und Wasser fordern ihren Tribut.

Man fühlt sich an Angelina Jolies Unbroken erinnert, Against the Sun konzentriert sich aber stärker auf das Überleben an Bord des kleinen Rettungsboots. Das ist sorgsam umgesetzt und lebt von seiner glaubwürdigen Atmosphäre, zugleich leidet der Film aber auch daran, dass er nichts bieten kann, was man bei solchen Geschichten nicht schon gesehen hätte. Tatsächlich bleibt er sogar unter den Möglichkeiten, die sich bieten, weil er gezwungen ist, sich an die historische Vorlage zu halten.

Die Inszenierung ist etwas flach, leidet aber natürlich auch daran, dass die Möglichkeiten mit drei Männern in einem winzigkleinen Rettungsboot sehr limitiert sind. Die Kamera bleibt nahe dran, als Zuschauer fühlt man sich als Teil der kleinen Gruppe, auch und gerade, weil die Darsteller in ihren Rollen aufgehen. Sie sind Mimen der zweiten Reihe, durchaus bekannte Gesichter, aber keine Stars. Das macht es leichter, der Geschichte ein authentisches Ambiente zu geben.

Gäbe es nicht schon so viele Stoffe, die sich mit Havarien auf hoher See befassen, dann würde Against the Sun deutlich besser abschneiden. So bleibt er bemühtes, durchaus respektables Kino, das vor allem versucht, eine Geschichtsstunde zu sein.

Against the Sun

Mit wahren Geschichten ist es immer so eine Sache. Wie nahe will man an der Wahrheit bleiben, wie weit muss man sich um der Dramatik willen entfernen? Wie es wirklich wahr, wissen ohnehin nur drei Menschen, die allesamt nicht mehr leben. Die Dramatisierung des für sie traumatischen Ereignisses ist gut, aber auch reichlich unaufgeregt.
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