A Little Bit Zombie

A Little Bit Zombie

Eine Filmkritik von Peter Osteried

"Ich liebe Gehirn."

Wer hat sich nicht schon mal gefragt, ob in einer Welt der Zombies eine stinknormale Mücke das Virus nicht auch übertragen könnte? Erst wird ein Zombie gestochen, daraufhin ein Mensch. Aber was passiert dann? Der Frage geht A Little Bit Zombie nach, der mit seinem Setting eine Hommage an Tanz der Teufel ist, aber viel leichtherziger als dieser daherkommt. Terror gibt es hier nicht, viel zum Schmunzeln aber schon.
Steve fährt mit seiner Zukünftigen Tina, seiner Schwester Sarah und seinem besten Freund Craig in eine einsame Waldhütte. Dort wird er von einer Mücke gestochen und entwickelt die klassischen Symptome eines Zombies: Hunger auf Gehirn, Schmerzunempfindlichkeit, Blässe. Das Problem: Mit Tierhirn kann sich ein Zombie nicht ernähren. Es muss schon Mensch sein, weswegen seine Freunde versuchen, Steve zu helfen und ihm ein Opfer zwecks Gehirnentnahme zuzuschanzen. Aber was tun, wenn man ein Zombie mit Skrupeln ist?

A Little Bit Zombie ist ein erfrischender Beitrag im überstrapazierten Subgenre. Anstatt die altbekannte Geschichte vom eingekesselten Kampf gegen die Untoten zu wiederholen, hat man sich hier Gedanken gemacht. Herausgekommen ist eine Art Romcom mit Zombies – eine Zomcom. Aber mehr als nur das, denn seinen Humor bezieht der Film auch daraus, dass er hemmungslos überdreht ist. Die Schauspieler – darunter die niedliche Kristen Hager aus Being Human – haben sich der Vorgabe angepasst und spielen betont ausladend, aber innerhalb der Grenzen dieser Geschichte wirklich überzeugend.

Mit den großen Klassikern dieser Zombie-Gattung – vornehmlich Shaun of the Dead und Zombieland – kann A Little Bit Zombie nicht mithalten, er hat aber auch nur einen Bruchteil dieser Filme gekostet. Wie ein Low-Budget-Streifen erscheint er aber dennoch nicht. Technisch gibt es nichts zu mäkeln, die wenigen CGI-basierten Effekte sind durchaus überzeugend und als Splatterfilm war das Ganze ohnehin nicht gedacht. Zugegeben, die Momente, in denen man lauthals auflacht, sind auch nur sporadisch da, aber ein vergnügtes Schmunzeln ist fast immer gegeben. Einzig aus der Reihe fallen die Szenen mit Stephen McHattie, der einen fanatischen Zombiejäger spielt. Sie wirken oftmals wie ein Fremdkörper und sind auch nicht besonders lustig. Im Gegenteil, sie wirken bemüht.

Aber das ist ein kleinerer Wermutstropfen, der im Großen und Ganzen nicht ins Gewicht fällt. A Little Bit Zombie ist eine amüsante, immer wieder überraschende Zombie-Komödie, bei der der Tod die Liebenden nicht scheidet, sondern mit ihm das Eheleben überhaupt erst beginnt.

A Little Bit Zombie

Wer hat sich nicht schon mal gefragt, ob in einer Welt der Zombies eine stinknormale Mücke das Virus nicht auch übertragen könnte? Erst wird ein Zombie gestochen, daraufhin ein Mensch. Aber was passiert dann? Der Frage geht „A Little Bit Zombie“ nach, der mit seinem Setting eine Hommage an „Tanz der Teufel“ ist, aber viel leichtherziger als dieser daherkommt. Terror gibt es hier nicht, viel zum Schmunzeln aber schon.
  • Trailer
  • Bilder

Kommentare

Diese Sicherheitsfrage überprüft, ob Sie ein menschlicher Besucher sind und verhindert automatisches Spamming.

Weitere Filme von

Casey Walker