Vidocq - Herrscher der Unterwelt (2018)

Zu Zeiten der Regentschaft von Kaiser Napoleon ist Vidocq — der einzige Mensch, der jemals siebenundzwanzig Mal aus dem Gefängnis ausgebrochen ist — bereits eine Legende. Doch er kann die Freiheit nicht lange genießen, weil ehemalige Zellengenossen ihn eines Mordes bezichtigen, den er nicht begangen hat. Und seine Unschuld und seinen Willen zur Besserung zu beweisen, handelt er einen Deal mit der Polizei aus: er verspricht, alle Diebe und Mörder in den Straßen von Paris dingfest zu machen.

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Meinungen

Martin Zopick · 13.03.2022

Ein pralles Historienabenteuer, das den Aufstieg des Titelhelden (Vincent Cassel) vom Häftling in einer Strafkolonie zum Polizeichef schildert. Regisseur Richet hat für die Neuverfilmung viel Prominenz aufgeboten. Es wird nicht mit brutaler Gewalt gespart und auch der zur damaligen Zeit – Anfang des 19. Jahrhunderts – übliche Siff und Dreck kommt optisch nicht zu kurz. Was die Ballerei angeht, so wähnt man sich stellenweise in einem Western.
Zwei Dinge schienen den Machern des Films offenbar wichtig zu sein: die Freundschaft bzw. Feindschaft von Vidocq und Nathanael einem möglichen Rivalen um das Imperium der Unterwelt. Für August Diehl eine ungewöhnliche Rolle, in die er als echter Haudrauf erst hineinwachsen muss. Aber da wären ja auch noch Maillard (Denis-PontNeuf-Lavant) oder Dubillard (Denis Ménochet). Nicht zu vergessen der Polizeichef M. Henry (Patrick Chesnais, den man ja nicht lieben muss) sowie Joseph Fouché (Fabrice-Bovary-Luchini). Sie alle versuchen unter Kaiser Napoleon ihr privates Erfolgssüppchen zu kochen.
Ein ausgiebiges Augenmerk fällt dann auf die Mädels, die immer noch ein fünftes As im Ärmel haben. Hier punktet gleich zu Anfang Annette (Freya Mavor) und als die abtreten muss, übernimmt Baroness Roxane (Olga Kurylenko).
Kurzweilig mit Tempowechsel. Vor allem in der zweiten Hälfte.