Madame Hyde (2017)

Madame Hyde (2017)

Madame Géquil ist eine verschrobene Lehrerin, die von ihren Kollegen und Schülern verachtet wird. In einer stürmischen Nacht wird sie vom Blitz getroffen und verliert das Bewusstsein. Als sie wieder zu sich kommt, fühlt sie sich verändert. Aber wird sie es nun schaffen, die mächtige und gefährliche Madame Hyde in Schach zu halten?

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Martin Zopick · 10.09.2020

Um gleich mit der Tür ins Haus zu fallen: das einzige was an diesem Film interessant ist, ist die sprachliche Annäherung an den Titel von R.L. Stephenson ‘Dr. Jekyll & Mr. Hyde‘, der seit den 30er Jahren über die Leinwände flimmert.
Inhaltlich hat diese Madame Hyde hier aber mit der Stephenson Verfilmung soviel zu tun wie Apfel mit Apfelsine.
Selbst als groteske Farce weiß man nicht, ob es die hundertste Adaption zum Thema Schule sein soll: Schüler-Lehrer Problematik, wobei am Ende aus Bengeln Engel werden oder eine sozialkritische Auseinandersetzung, mit dem Thema: bildungsferne oder wie hier behinderte Schüler haben es doppelt so schwer?
Wenn man sich nicht entscheiden kann, lass doch mal die Fantasy ran. Die Physiklehrerin Madame Géquil (Aussprache ähnelt Jekyll) ist der Witz der Schule: keiner mag sie, alle verarschen sie und sie leidet darunter. Bis sie der Blitz trifft. Jetzt läuft sie als buchstäblich ‘strahlende Erscheinung‘ durch die Gegend (nur wenn‘s passt!). Sie berührt manchen und bringt ihm den Tod oder schwere Verbrennungen, bricht mehrmals zusammen und schwadroniert ewig lange über Phänomene der Physik. Sie bekommt einen Orden!? Wird verhaftet…etc. Trotz der kunterbunten Folge wird es zusehends langatmiger und zäh. Das Ende ist eine Lobrede auf Madame. Auf dem Film oder seinen Regisseur Serge Bozon kann es ja wohl kaum so etwas geben. Er hat alles zusammengetragen, was ihm zum Thema Schule so einfiel: Kollegen und Direktoren-Schelte, Referendar in ihrer Ausbildung, der noch schlimmer dran ist als Madame, Lehrproben etc.
Mein Nachbar hätte gesagt: Sinnfreie Verarsche der Zuschauer. Ein Film, den die Welt nicht braucht.

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